Carla Bruni: "Monogamie langweilt mich fürchterlich"

Sie liegt noch nicht in den Läden, dennoch ist eine nichtautorisierte Biografie über das Leben von Carla Bruni Gesprächsthema in ganz Frankreich. Eine Zeitschrift druckt jetzt erste Auszüge - samt einschlägiger Aussagen zum angeblichen Männerverschleiß der Präsidentengattin.

Carla Bruni-Sarkozy: Ein weiblicher Don Juan Fotos
AFP

Paris - Frankreich ist in Aufregung. Gleich zwei Bücher beschäftigen sich mit dem Leben Carla Brunis. Doch während das eine mit dem Segen des Elysée erscheint, punktet die nichtautorisierte Biografie der Journalistin Besma Lahouri mit Anzüglichkeiten und intimen Details über das Liebesleben der Präsidentengattin.

In der Liebe sei sie "eine Tigerin", eine wahre "Amazone", sagen Freunde und ehemalige Lebensgefährten über Bruni und schildern sie in dem Buch als eine Art weiblichen Don Juan, mit einem nie nachlassenden Appetit auf Männer.

Es kam daher, wie es kommen musste: Seitdem die Zeitschrift "Marianne" vorab Auszüge aus der umstrittenen Biografie veröffentlicht hat, diskutiert das Land mal wieder das Liebesleben der "Première Dame".

Erstaunlich eigentlich, denn Bruni war schon vor ihrer Heirat mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy im Februar 2008 für ihren Männerverschleiß bekannt. Beispielsweise sollen Mick Jagger und Donald Trump eine Affäre mit ihr gehabt haben.

Bruni selbst hat ihren Lebenswandel auch nie geleugnet - im Gegenteil: "Ich bin eine Katze, eine Italienerin", bekannte die heutige First Lady einmal: "Monogamie langweilt mich fürchterlich."

Lahouri war für ihre nichtautorisierte Biografie nach Mailand, Verona, New York sowie an die Côte d'Azur gereist und hatte mit Dutzenden Freunden, Bekannten und ehemaligen Kollegen des einstigen Top-Models gesprochen.

Die 42-jährige Bruni stammt aus einer schwerreichen italienischen Industriellenfamilie, kam aber schon im Kindesalter nach Frankreich und war in den neunziger Jahren eines der bestbezahlten Models der Welt, bevor sie sich der Musik zuwandte und eine Karriere als Sängerin startete.

In den vergangenen Wochen war gemunkelt worden, dass eine zweite Biografie über Bruni, die ebenfalls dieser Tage erscheint, vom Präsidialbüro in Auftrag gegeben worden sei. Der Elysée wolle damit ein Gegengewicht zu den Recherchen von Lahouri setzen, hieß es.

In der vom Präsidialbüro genehmigten Biografie zweier französischer Journalisten erzählt Bruni selbst von ihrem Leben an der Seite des konservativen Staatschefs.

Worte wie "Tigerin" und "Amazone" kommen darin vermutlich nicht vor.

kng/AFP

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  • Montag, 13.09.2010 – 17:39 Uhr
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