Carla Bruni-Sarkozy "Eine Ehe sollte für immer sein, aber wer weiß?"

So furios, wie sie einst ihre Liebesbalz zelebrierten, ist nun das Gerüchte-Sperrfeuer, das über Nicolas Sarkozy und Carla Bruni hereinbricht. Steckt die Ehe in einer Krise? "Mein Mann würde sich nie auf eine Affäre einlassen", beteuerte Frankreichs Première Dame in einem Interview.

Reuters

London - Monsieur le Président hat offenbar die Nase voll. Von all den Gerüchten, die seit Tagen die Runde machen in Zeitungen, im Internet. In Frankreich. Im Rest der Welt.

Die Ehe des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy, so wurde überall verbreitet, stecke in einer Krise. Berichterstattung dieser Art ist das Letzte, was der angezählte Sarkozy derzeit gebrauchen kann, steht es doch rein politisch schon schlecht genug um ihn.

Bei einem Besuch in London wies der 55-Jährige die Gerüchte denn auch ungehalten zurück. Das seien "Hirngespinste", bellte Sarkozy bei einer Pressekonferenz. Er habe "keine Sekunde, nicht einmal eine halbe Sekunde" übrig, um seine Zeit "mit lächerlichen Gerüchten" zu vertändeln. Dazu habe er als Präsident zu viel zu tun, schnauzte Sarkozy und kanzelte die Frage des französischen Journalisten als "idiotisch" ab. Und dann, sehr spitz: "Ich liebe England. Bitte treiben Sie es nicht soweit, dass ich das bedauern muss."

Der britische Premierminister Gordon Brown sprang dem Gast aus Frankreich bei: "Ich konnte Nicolas sagen, dass ich nicht alles glaube, was ich in der britischen Presse lese", sagte er.

Carla Bruni-Sarkozy, 42, gab dem britischen TV-Sender "Sky" bereits am vergangenen Freitag ein Interview, das am Mittwoch ausgestrahlt wurde. Die Journalistin konfrontierte Bruni mit früheren Äußerungen, wonach sie vor ihrer Ehe Monogamie "langweilig" gefunden habe. "Nun ja, ich war ja noch nie verheiratet", antwortete Bruni.

"Hat man einen Mann wie Nicolas Sarkozy für immer?", so die nächste Frage. Bruni: "Ich denke, eine Ehe sollte für immer sein, aber ..." Lange Pause. "Wer weiß? Ich würde es mir wünschen. Aber wir könnten schon morgen tot sein."

Die "Sky"-Journalistin ließ nicht locker:

Frage: "Vertrauen Sie ihm?"

Bruni: "Absolut."

Frage: "Obwohl es so viele Gerüchte gab über Affären in der Vergangenheit - Sie vertrauen ihm?"

Bruni: "Ja, absolut. Er würde sich nie auf eine Affäre einlassen. Haben Sie jemals ein Foto von ihm gesehen, das belegt, dass er eine Affäre hat? Na also."

pad/AFP/dpa



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