Cate Blanchett in Cannes Dresscode: nachhaltig!

Auf dem Filmfestival in Cannes trug Jury-Chefin Cate Blanchett eine Robe, die vielen seltsam bekannt vorkam. Zu Recht - sie hatte sie vor vier Jahren schon mal an.

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Für die Eröffnungsnacht des Filmfestivals in Cannes hatte sich Jury-Chefin Cate Blanchett dem Anlass gemäß in Schale geworfen. ModeexpertInnen mussten allerdings nicht lange hinschauen, um zu entdecken, dass die Schauspielerin nicht in einer der neuesten, sondern eher einer wohlbekannten Kreation unterwegs war: einem semitransparenten schwarzen Spitzenkleid von Giorgio Armani.

Eben dieses Kleid hatte Blanchett schon einmal getragen - im Jahr 2014, als sie einen Golden Globe für ihre Rolle in dem Film "Blue Jasmine" verliehen bekam. Was noch vor wenigen Jahren ein Fauxpas gewesen wäre, bekommt heute Applaus: Nachhaltig und damit vorbildlich sei die Entscheidung, das Kleid noch einmal aufzutragen, quasi zu recyceln, hieß es.

Blanchett äußerte sich konkret zu ihrer Entscheidung: "Von Couture bis zu T-Shirts - die Deponien sind voll mit Kleidern, die unnötigerweise ausrangiert wurden", beklagte sie. "Besonders im heutigen Klima scheint es verbohrt und lächerlich, dass solche Kleider nicht geschätzt und ein Leben lang getragen werden." Blanchett engagiert sich für "Green Carpet Challenge", eine Initiative für nachhaltige Mode, die von Livia Firth gegründet wurde, der Frau des britischen Schauspielers Colin Firth.

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Als Chefin der Jury, die am Pfingstsamstag über die Vergabe der Goldenen Palme entscheiden wird, steht Blanchett besonders im Rampenlicht und könnte mit ihrer Kleiderwahl einen Trend kreieren.

Ohnehin läuft in diesem Jahr in Cannes so einiges anders. Fünf Frauen und nur vier Männer sitzen in der von Blanchett geleiteten Jury. Es herrscht Selfie-Verbot auf dem roten Teppich, es dürfen keine Netflix-Produktionen teilnehmen und es gibt keine Vorab-Vorführungen für die Presse.

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Nach der Festival-Eröffnung durch Blanchett und Regielegende Martin Scorsese feierte der Film "Everybody knows" Premiere. Der iranische Regisseur Asghar Farhadi drehte dafür zum ersten Mal auf Spanisch - mit Penélope Cruz und Javier Bardem in den Hauptrollen.

ala/dpa



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