Charlize Theron über Rassismus "Vielleicht muss ich Amerika verlassen"

Ihre Kinder sind dunkelhäutig - und das beschäftigt Charlize Theron sehr: Rassismus sei im ganzen Land ein massives Problem. Einige Gegenden der USA würde sie mit ihrer Familie sogar ganz meiden.

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In den USA leben seit Generationen viele Millionen Menschen mit dunkler Hautfarbe, doch diese Vielfalt spiegelt sich im öffentlichen Leben nicht immer in Gleichberechtigung wider: Rassismus ist zwischen Kalifornien und New York ein großes Problem - auch für Prominente wie Charlize Theron.

"Während der Apartheid in Südafrika aufgewachsen zu sein, hat mir die Bedeutung von Gleichberechtigung und Menschenrechten hyperbewusst gemacht", sagte die Oscarpreisträgerin dem Magazin "Elle". Vor allem seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr sei ihr klar geworden, wie weit verbreitet Rassismus noch sei: "Wir können das nicht mehr bestreiten."

Sorgen mache sie sich vor allem um ihre beiden dunkelhäutigen Kinder, sagte die 42-Jährige. "Es gibt Gegenden in diesem Land, in die ich nicht ziehen würde, wenn ich dort ein Jobangebot bekäme", so Theron. "Ich würde mit meinen Kindern manche Teile der USA nicht bereisen, und das ist echt problematisch." Häufig schaue sie auf ihre Kinder und denke sich: "Wenn das so weitergeht, muss ich vielleicht Amerika verlassen."

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Charlize Theron: Angst um die Kinder

Dagegen spricht vorerst aber womöglich, dass ihre Kinder eine wichtige Bezugsperson dort haben: Therons Mutter. "Ich wusste, dass ich meine Mutter brauche, wenn ich meine Kinder allein aufziehen will", sagte die Schauspielerin. "Ohne sie würde ich mich ziemlich allein fühlen." Mit ihrer Mutter geht Charlize sogar zu Protestmärschen, wie sie vor zwei Wochen auf Instagram verriet.

These mommas demand action. #MarchForOurLives

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Bei der Erziehung ihrer Kinder geht es Theron vor allem um eines, wie sie sagte: Selbstvertrauen aufbauen. Ganz einfach sei das im Amerika der Gegenwart leider nicht. "Sie müssen wissen, dass es ein anderes gesellschaftliches Klima für sie gibt als für mich, und wie ungerecht das ist", sagte sie: "Wenn ich daran irgendetwas ändern kann, werde ich das selbstverständlich tun."

mxw

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