Angriff von TV-Moderatorin Chelsea Clinton kämpft für ihre Mutter

Eine US-Moderatorin behauptet in einer TV-Runde, Hillary Clinton würde sogar Tochter Chelsea verkaufen, um Präsidentin zu werden. Prompt meldet sich die Tochter bei Twitter.

REUTERS

Hillary Clinton ist verletzende Kommentare gewohnt. Der Wahlkampf gegen US-Präsident Donald Trump, den die Demokratin im vorigen Jahr verlor, war geprägt von Attacken unter der Gürtellinie. Trump höchstpersönlich teilte kräftig aus. In einer TV-Debatte etwa nannte er Clinton eine "nasty woman" - eine "ekelhafte Frau".

Jüngst nahm sich eine Moderatorin des Trump-nahen Senders Fox News Clinton vor. Lisa Boothe behauptete in einer Diskussionsrunde, Clinton sei die "gefühlloseste Frau auf dem Planeten". Und Boothe verstieg sich zu einer wüsten Spekulation: Hillary Clinton "würde buchstäblich ihre Tochter verkaufen, ihr einziges Kind, um Präsidentin zu werden".

Gemeint war damit Chelsea, die einzige Tochter von Bill und Hillary. Die 37-Jährige ist inzwischen verheiratet, selbst Mutter zweier Kinder. Und wollte diese Attacke nicht unkommentiert lassen.

Bei Twitter schrieb sie als direkte Antwort auf die Behauptung, ihre Mutter würde sie der Karriere opfern: "Nein, das würde sie nicht. Ich habe nie daran gezweifelt und wusste immer, dass ich für sie der wichtigste Teil in ihrem Leben bin. Heute, da ich selbst Mutter bin, bin ich ihr noch dankbarer."

Und Hillary Clinton? Kommentierte die Debatte nicht. Offenbar hat sie als Politikerin ein dickes Fell - Selbstironie inklusive. Vor wenigen Tagen teilte sie bei Twitter ein Foto von sich, mit einem T-Shirt in der Hand. Darauf die Worte: Nasty Woman.

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