Cannes - Cheryl Cole hat einen neuen Hit, "Call My Name" heißt der, und weil Hits ohne Käufer keine Hits werden, trug sie das Lied im Fernsehen vor. Sie trat bei "The Voice" auf, einer Talentshow im britischen Fernsehen. Das ist eigentlich ein Umfeld, mit dem sie sich auskennen müsste: Ihre erste Band hieß Girls Aloud und kam aus der Retorte.
Nach ihrem Auftritt musste sich die 28-Jährige nun anhören, es mit "The Voice" nicht zu genau genommen zu haben: Die Musik bei ihrem Auftritt sei vom Band gekommen, schrieben Fans auf Twitter.
In der BBC schlug Cole jetzt aber zurück: "Wenn die Leute glauben, meine Stimme klinge während der Auftritte so gut, dass sie nur vom Band gekommen sein könnte, dann nehme ich das Kompliment gerne", sagte sie.
Doch die Sache ging noch weiter. Mit Gary Barlow war Cole beim Thronjubiläum der Queen aufgetreten. "Wenn ein bekiffter Elefant sich auf einem Sack mit Katzen niederließe, würde das Geräusch besser klingen als der Gesang von Cheryl Cole", twitterte "wdejackson" nach dem Konzert. Nett war das nicht.
Cole aber weiß sich zu wehren. Twitter sei eine phantastisches Medium, um sich gegen Kritik zu wehren. "Ich weiß gar nicht, was ich gemacht hätte, wenn es Twitter noch nicht gegeben hätte. Da hätte ich wohl meinen Kopf in den Sand gesteckt. Twitter hat mir meine Stimme zurückgegeben", sagte sie in Anspielung auf die Playback-Vorwürfe.
Cole hat sich längst aus dem Castingshowsumpf herausgearbeitet und ist als Solokünstlerin unterwegs. Ihr drittes Album erscheint Ende Juni; "Million Lights" heißt es und nach allem, was man weiß, ist es Coles Stimme, die darauf zu hören ist. Live on tape.
jbr
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