Chinas First Lady Peng Liyuan: Keine Mode für die Massen

Fotostrecke: Mode-Hype um Chinas First Lady Fotos
REUTERS

Wo kriegt Peng Liyuan ihre Klamotten her? Diese Frage bewegte zuletzt viele Chinesen, denn die Gattin des Staatschefs gilt im Reich der Mitte als Superstar. Jetzt wurde klar: Die First Lady kauft bei einem einheimischen Label. Und das denkt nicht daran, für den Massenmarkt zu produzieren.

Peking - Der Hype um Chinas neue First Lady ist um eine Pointe reicher. Seit Tagen gab es im Internet aufgeregte Diskussionen darüber, woher Peng Liyuan ihre Kleider bezieht. Nun stellte sich heraus: Die Gattin von Staatschef Xi Jinping wird unter anderem von einem chinesischen Label eingekleidet. Und das hat trotz der allgemeinen Begeisterung im Riesenreich nicht die Absicht, Pengs Garderobe für den Massenmarkt zu produzieren.

Die Entwürfe und ihre Umsetzung hätten sich speziell nach den Wünschen Pengs gerichtet und seien "nicht für den öffentlichen Verkauf" bestimmt, teilte die Bekleidungsfirma Exception über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo mit. Allerdings boten andere Hersteller im Internet Kopien von Pengs Outfits an, darunter einen Trenchcoat für umgerechnet 229 Euro.

Kurz nach der Wahl Xis zum neuen Präsidenten Chinas war Peng mit ihm vergangene Woche zu einer Reise nach Russland und in mehrere afrikanische Länder aufgebrochen. Dabei fand Peng in chinesischen Online-Medien mehr Beachtung als ihr Mann - auch wegen der für chinesische Verhältnisse ungewöhnlichen Wahl ihrer Kleider. So zeigte sie sich in Moskau im schwarzen Trenchcoat mit hellblauem Schal und Schnürschuhen mit hohen Absätzen. In Tansania trug sie ein weißes Kleid unter einem schwarzem Blazer mit kunstvoll drapiertem roten Schal. Als Accessoire hatte sie jeweils große Handtaschen bei sich.

Exception fertigte nach eigenen Angaben einen Teil der Garderobe. Mit der Wahl ihrer Kleider und Taschen zeige die First Lady "Vertrauen und Unterstützung für heimische Marken", hieß es in der Mitteilung. Darin wurde auch das chinesische Label Wuyong als Lieferant von Peng genannt.

In der Vergangenheit hatten Chinas First Ladys kaum Beachtung in der Berichterstattung gefunden - meist zeigten sie sich nur selten in der Öffentlichkeit oder blieben bei gemeinsamen Auftritten vornehm im Hintergrund. Bei Peng liegt der Fall ganz anders: Sie ist eine landesweit berühmte Sängerin. Während Xi noch als unbekannter Parteifunktionär an seiner Karriere feilte, war die Sopranistin bereits ein Star.

rls/AFP

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Leute
RSS
alles zum Thema Volksrepublik China
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite