Chinas Präsident zu Besuch in London Kate stiehlt Xi die Show

Chinas Präsident hat seinen Staatsbesuch in Großbritannien begonnen, mit einer Kutschenfahrt, einer Rede im Parlament und einem Staatsbankett an der Seite der Queen. Doch zahlreiche Medien interessieren sich vor allem für eins: Kates Tiara.

AP

Gemeinsam mit Queen Elizabeth II. saß Chinas Präsident Xi Jinping in einer Kutsche, fuhr zum Buckingham Palast, die beiden wurden von Tausenden Menschen am Wegrand bejubelt. "Obwohl mein Besuch gerade erst angefangen hat, bin ich schon tief beeindruckt von der Lebendigkeit der chinesisch-britischen Beziehungen und der tiefen Freundschaft zwischen unseren Völkern", sagte Xi kurz darauf bei seiner Rede im britischen Parlament.

Vier Tage wird der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas in Großbritannien weilen, die britische Regierung erhofft sich von dem Besuch Investitionen und Geschäfte in Milliardenhöhe. Zeremonieller Höhepunkt des ersten Tages war ein Staatsbankett im Buckingham Palast: Die Queen war anwesend, ihr Ehemann Prinz Philip, Premierminister David Cameron, Prinz Willam - und vor allem seine Ehefrau Kate.

Tiara-Schlagzeilen

Es war das erste Staatsbankett der Herzogin von Cambridge. Und obwohl es zu Ehren des chinesischen Präsidenten ausgerichtet wurde, berichteten zahlreiche Medien vor allem über Kate:

Die "umwerfende Herzogin" sei der Höhepunkt des Abends gewesen, titelte "Daily Mail" und schrieb ausführlich über ihre Tiara: Die habe ursprünglich Queen Mom gehört und sei unter dem Namen "Lotusblume" bekannt. Das "People"-Magazin widmete dem Krönchen eine eigenen Geschichte: "Tiara Time for Princess Kate!" Darin wird auch erwähnt, dass Kate ein Kleid der Designerin Jenny Packham trug und 130 Gäste zum Staatsbankett geladen waren.

"Vanity Fair" schrieb, es sei erst das dritte Mal, dass man Kate mit einer Tiara gesehen habe. Und selbst "Time" war die folgende Schlagzeile eine Meldung wert: "Kate Middleton trägt eine Tiara zu ihrem ersten Staatsbankett".

Es geht um Geld. Viel Geld

Während des feierlichen Abendessens hielt die Queen eine kurze Rede. Es gebe "viele Gründe, die dynamische, wachsende Wirtschaftsbeziehung" zwischen Großbritannien und China zu feiern, sagte sie dabei.

Premier Cameron wurde konkreter: Nach seinen Worten geht es bei dem Besuch um Geschäfte in Höhe von 30 Milliarden Pfund, umgerechnet etwa 40,8 Milliarden Euro. Er trifft sich am Mittwoch zu politischen Gesprächen mit Xi. Oppositionschef Jeremy Corbyn von der Labour-Partei hatte bereits am Dienstag eine halbstündige Unterredung mit Xi, während der er nach Angaben eines Sprechers auch Verletzungen der Menschenrechte in China ansprach.

Einer fehlte übrigens beim feierlichen Abendessen: Prinz Charles. Sein Verhältnis zu China gilt unter anderem wegen seiner demonstrativen Bewunderung für den Dalai Lama als schwierig. Er traf sich jedoch am Nachmittag zu einem 15-minütigen Gespräch mit Xi, an dem auch die Ehefrauen der beiden teilnahmen.

aar/dpa

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Dengar 21.10.2015
1. Naja
Zitat aus Wiki: " Besonders vielfältig ist seine Symbolik in China ausgeprägt: Aufgrund ihrer Lautgleichheit werden die Wörter Liebe und harmonische eheliche Verbundenheit mit dem Lotos in Verbindung gebracht; die Lotosblüte ist deshalb auch Sinnbild einer guten Ehe. Speziell die rote Lotosblüte gilt als Symbol für die Vagina." Zitatende. --- Ob das jetzt so klug war, speziell einem chinesischen Gast gegenüber?!
hschmitter 21.10.2015
2.
Ist nicht anders als in den Premium Content News des ZDF.
Freidenker10 21.10.2015
3.
Gehts noch peinlicher? Da steht sie mit ihrem Krönchen und die Politischen Führer der Länder müssen mitspielen... Gott sei Dank habe wir in unserer Geschichte so einiges überwunden!
localpatriot 21.10.2015
4. Es geht um Vorzeigetechnologien
China hat in den letzten Jahren mer ICEs und Kernkraftwerke gebaut als jedes anderer Land der Welt. Der Auftrag fuer China fuer die Strecke London Manchester und das neueste Kernkraftwerk macht chinesische Technologie in Europa salonfähig und von nun an kann man erwarten dass die billigeren chinesischen Lieferanten ernste Konkurrenz liefern werden. Die Verträge mit den londoner Finanzzentren waren zu erwarten, denn London spielt als EU Standort weltweit immer noch die Größte Rolle. Eine interessante Inszenierung welche den Briten bestimmt Vorteile gegenüber anderen mehr stacheligen Regierungen in Europa bringen sollte.
bonner85 21.10.2015
5. Keine einzelne Zeile wert...
Leute, es gibt momentan wichtigere Ereignisse auf der Welt als über das Kleid und Tiara einer verhungerten "Herzogin" zu berichten! Flüchtlingskrise, Merkelkrise, Von-der-Leyen-Krise, EU-Egomanen-Krise etc etc etc... Aber im Vergleich zum Trash aus dem Verblödungs-TV kann man dies noch als "Qualitätsjournalismus" bezeichnen...
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