Parkhaus-Prügelei: Chris Brown fühlt sich ans Kreuz genagelt

Wer warf den ersten Stein? Nach einer veritablen Prügelei in einem Musikstudio in Los Angeles zieht R&B-Sänger Chris Brown biblische Vergleiche: Man habe ihn zum Schuldigen gemacht und wie Jesus gekreuzigt, jammert er - und will für Gerechtigkeit sorgen.

Chris Brown versus Frank Ocean: Die Rivalen Fotos

Los Angeles - Gleich drei Gekreuzigte zieren ein Bild, das R&B-Sänger Chris Brown bei Instagram postete. Im Zentrum ein Jesus mit opulentem Sixpack, Vollbart und grüner Dornenkrone. Daneben zwei weitere Leidende. "Ich male, wie ich mich heute fühle", schreibt der Musiker im Kommentar. Wie Jesus also. Das muss ja nicht schlecht sein. Aber vielleicht nicht gerade in der letzten, blutigen Phase seines Lebens.

Was Brown seinen Fans sagen will, ist, dass er sich ungerecht behandelt fühlt, eben ans Kreuz geschlagen, für etwas, das er seiner Meinung nach nicht getan hat. Die Polizei ermittelt gegen den 23-Jährigen. Der Vorwurf: Er soll auf einem Parkplatz in West Hollywood auf seinen Musikerkollegen Frank Ocean losgegangen sein. Nun ist Brown, seit er 2009 seine Freundin Rihanna schlug und verletzte, nur auf Bewährung frei. Es könnte also eng werden für den Musiker, der erst 2010 "erfolgreich" ein Anti-Aggressions-Taining absolvierte.

Deshalb will er nun die Behörden von seiner Wahrheit überzeugen. Browns Anwalt Mark Geragos soll bereits Kontakt zur Polizei aufgenommen haben. Sein Mandant sei "bereit, gewillt und in der Lage", sich zu dem Vorfall zu äußern, weil er nichts Falsches getan habe, sagte er TMZ. Angeblich verfügt Geragos über ein Video einer Überwachungskamera, auf dem der Kampf zu sehen ist, Brown allerdings nicht übergriffig wird. Frank Ocean allerdings ebenso wenig. Zudem ist auf dem Band nur die letzte Phase der Auseinandersetzung zu sehen, die Beweiskraft mithin gering, weil nicht klar ist, wer die Prügelei provoziert hat.

Ein Augenzeuge sagte TMZ, Chris Brown sei derjenige gewesen, der am Sonntag zuerst zugeschlagen habe. Angeblich soll sich Frank Ocean respektlos gegenüber dem R&B-Sänger verhalten haben, als er dessen zum Gruß hingehaltene Hand ignorierte. Im Parkhaus der berühmten Westlake Recording Studios in Los Angeles soll es daraufhin zu der Prügelei gekommen sein. Möbel gingen zu Bruch, die Polizei wurde alarmiert. Auch im Los Angeles Sheriff's Department geht man derzeit davon aus, dass Brown als Erster zuschlug.

Absurde Randnotiz: Laut TMZ ist die Parksituation in den Studios delikat, bekommt doch dort immer der Künstler den besseren Platz, der gerade am populärsten ist. Brown sei davon ausgegangen, dass ihm dieser Platz zustehe - stattdessen habe ihn Ocean okkupiert.

ala

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