007 als Biertrinker: Erschüttert, nicht gerührt

James Bond geht zur Theke und bestellt - nein, keinen Martini, sondern ein Bier. Diese Neuerung im kommenden 007-Film stößt bei Puristen auf Kritik. Und auch Bond-Darsteller Daniel Craig mag sich damit nur sehr widerwillig anfreunden. Aber wenigstens hat er eine gute Begründung.

James Bonds Getränke: Bier statt Martini Fotos
AFP

London - Alles wird teurer. Benzin, Mieten und sogar James-Bond-Filme. Um den neuesten 007-Film "Skyfall" zu finanzieren, arbeitet das klamme ausführende Filmstudio MGM mit Sponsoren zusammen - darunter ist auch eine Großbrauerei. Als Gegenleistung trinkt der legendäre Geheimagent in dem Streifen in mindestens einer Szene auch Bier statt des bewährten Martini ("geschüttelt, nicht gerührt").

Das findet "Bond"-Darsteller Daniel Craig - vorsichtig formuliert - nicht ganz so toll. Sponsoren seien zwar notwendig, um genug Geld für den Film zu bekommen, sagte er im Interview mit der Website Moviefone.com. "Es ist einfach Fakt, dass wir es ohne sie nicht tun könnten." Man brauche Geld für die Produktion und fast ebenso viel für die Werbung. Insgesamt sollen für den 23. James-Bond-Film Lizenzverträge über 45 Millionen Dollar abgeschlossen worden sein, die Produktionskosten werden auf 150 bis 200 Millionen Dollar geschätzt.

Dennoch, so Craig, sei die Sache mit dem Bier bedauerlich. Bisher hat der Filmheld in keinem Film zur Flasche eines Biersponsors gegriffen - für viele Fans ist der Getränkewechsel ein Stilbruch.

Immerhin konnte Craig dem Getränkewechsel auch etwas Positives abgewinnen. "Das Tolle ist, dass Bond ein Trinker ist, immer schon gewesen ist." Der Alkoholkonsum sei ein Teil von Bond - ob das richtig oder falsch sei, könne jeder selbst beurteilen.

"Skyfall" soll im Herbst in die Kinos kommen. Die Premiere des Films ist für den 26. Oktober in London geplant. Regie führt Sam Mendes, die Französin Bérénice Marlohe soll offenbar das Bond-Girl Severine darstellen.

Craig sagte in dem Interview auch, er habe großen Anteil daran, Regisseur Mendes für den Film gewonnen zu haben. Er habe einfach mit dem Oscar-Gewinner ("American Beauty") geplaudert und irgendwann gefragt, ob er Interesse habe. Er habe dann, so Craig, mit den Produzenten Barbara Broccoli und Michael Wilson telefoniert. Mendes habe sich mit ihnen getroffen, man habe sich sofort verstanden.

ulz

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