Daniel Radcliffe Vom Zauberlehrling zum Oberschurken?

Daniel Radcliffe hat genug von Harry Potter. In einem Interview verriet der Schauspieler, welche Rollen er stattdessen gerne spielen würde.

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Als Zauberlehrling Harry Potter wurde er mit zwölf Jahren zum Star. Mittlerweile ist Daniel Radcliffe 27 und versucht einiges, um sich von der Rolle zu emanzipieren. Ein Engagement als der neue James Bond könnte da bestimmt helfen - doch etwaigen Hoffnungen erteilte der Schauspieler jetzt eine Absage.

"Ehrlich gesagt war ich nie ein riesiger Bond-Fan, aber ich finde es großartig, wie Daniel Craig ihn spielt", sagte Radcliffe in einem Interview mit der Presseagentur dpa. "Ich glaube, ich wäre als Bond eher ungeeignet. Ein James-Bond-Bösewicht, das wäre klasse", sagte er.

Gefragt, welche Rolle denn auf seiner Wunschliste ganz oben stehe, sagte der Schauspieler: "In meinem Lieblingsbuch 'Der Meister und Margarita' gibt es eine große, schwarze Katze, die Wodka trinkt und mit einer Pistole schießt. Die würde ich liebend gern spielen oder ihr wenigstens meine Stimme leihen."

Engagement für Schwule und Lesben

Ähnlich wie seine "Harry-Potter"-Kollegin Emma Watson macht sich auch Daniel Radcliffe für Gleichberechtigung der Geschlechter und die Rechte von Schwulen und Lesben stark. Doch extrem wichtig scheint ihm sein politisches Engagement nicht zu sein. "Wenn man mich zu etwas Politischem fragt, sage ich eben, was ich denke", sagte Radcliffe, und ergänzte: "Allerdings sollte ich das vielleicht besser lassen. Damit handelt man sich nur Ärger ein."

Diese Woche startet Radcliffes neuester Film in den deutschen Kinos. In der absurd-skurrilen Tragikomödie "Swiss Army Man" spielt er einen an den Strand gespülten Scheintoten mit Blähungen, der sich als quietschlebendiger Nothelfer und humorvoller Kumpel für einen lebensmüden Sonderling entpuppt.

Radcliffe hat zudem am Titelsong des Films mitgearbeitet. Ein eigenes Album sollten seine Fans allerdings jetzt nicht von ihm erwarten. "Ich singe gern, und ich mache gern Musik. Und dieser Soundtrack ist wunderschön", sagte Radcliffe. "Dazu beizutragen war wie in einer Band zu sein, ohne die harte Arbeit machen zu müssen, die man in einer Band normalerweise hat."

jal/dpa



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