Seltsames TV-Interview: Katja Riemann lässt beleidigende Kommentare löschen

Ihr umstrittener Auftritt in der Talkshow "DAS!" brachte Schauspielerin Katja Riemann viel Negativ-Publicity. Jetzt reagierte sie - und ließ herabsetzende Kommentare auf ihrer Facebook-Seite und der Homepage löschen.

NDR-Auftritt: Riemanns Erklärung Fotos
DPA

Hamburg - Erratisch, gequält und bockig präsentierte sich Katja Riemann am Donnerstagabend in der NDR-Talkshow "DAS!". Während der mäßig vorbereitete Moderator ein seltsames Potpourri von Fragen aus dem Hut zauberte, blockte sie ab. Fand den Einspieler zu intim, die Themen blöd und den durch die Sendung führenden Hinnerk Baumgarten offenbar komplett indiskutabel.

Schlechte Tagesform? Vielleicht. In der Talkshow "Inas Nacht" gab Riemann noch im vergangenen November die Entertainerin, plapperte über Lehrer-Eltern und Lehrer-Geschwister, Sonnenbaden in der Provinz, Heiratsanträge, ihre Tochter und den Traum vom Zirkus. Sie grölte, lachte, redete sich so in Rage, dass sie gar ihren Pulli ausziehen musste. "Es war ein großes Vergnügen", hieß es später auf ihrer Website über den Besuch bei Ina Müller.

Nicht so am Donnerstagabend. Nach ihrem spröden "DAS!"-Auftritt hagelte es Kritik für Riemann. Bei YouTube verzeichnete ein Zusammenschnitt des Interviews mehr als eine halbe Million Klicks - viele Kommentare waren wenig schmeichelhaft. Riemann reagierte: Sie sperrte das Gästebuch auf ihrer Webseite.

"Hingegen aller Vermutungen" habe Frau Riemann "sehr wohl Kenntnis genommen" von den Reaktionen auf ihren TV-Auftritt, ist auf der Homepage der Schauspielerin zu lesen. Man wolle richtigstellen, dass nicht die Menschen aus ihrem Heimatort Kirchweyhe in dem Einspielfilm "wahnsinnig peinlich" gewesen seien, sondern "ausschließlich das vom NDR gewählte Format, das diese Menschen, die teilweise in sehr privater Ebene in Katja Riemanns Leben eine Rolle spielen oder spielten, vor die Kamera gebeten wurden". Dies habe die Schauspielerin "emotional sehr bewegt". Riemann habe erst wenige Minuten vor der Sendung vom Tod ihrer Kollegin Rosemarie Fendel erfahren. Die schlechte Nachricht hatte sie sichtbar berührt.

Man habe sich daher erlaubt, "bei aller konstruktiver oder emotionaler Kritik an Frau Riemann" beleidigende Kommentare auf der Webseite und dem Facebook-Account zu löschen, hieß es weiter.

ala/dpa

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