David Hasselhoff "Keine neuen Gebäude an der Berliner Mauer"

1989 sang er auf der Berliner Mauer, nun setzt er sich für das Bauwerk ein: Der US-Amerikaner wendet sich auf Facebook an Bürgermeister Michael Müller, um gegen ein geplantes Hotel zu protestieren.

picture alliance / Daniel Naupold / dpa

David Hasselhoff hat ein besonderes Verhältnis zur Berliner Mauer: Auf ihr sang er an Silvester 1989 vor Hunderttausenden seinen Hit "Looking for Freedom". Jetzt setzt sich der US-Amerikaner dafür ein, dass die letzten Überreste des berühmten Bauwerks nicht zugebaut werden.

"Herr Müller, keine neuen Gebäude an der Berliner Mauer!" - mit diesen Worten hat sich der 65-Jährige in einer Videobotschaft an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) gewandt. In der Nachricht ruft Hasselhoff dazu auf, eine Petition gegen den Bau eines neuen Hotelkomplexes zwischen East Side Gallery - einem erhaltenen Teilstück der Mauer - und Spree zu unterzeichnen.

Dem Antrag des Bündnisses "East Side Gallery retten!", hinter dem unter anderem ein Zusammenschluss der Berliner Klubs steckt, haben sich mittlerweile etwa 40.000 Menschen angeschlossen. Laut dem Vorsitzenden der sogenannten Clubcommission, Sascha Disselkamp, rückt der Bau bis auf 1,50 Meter an die East Side Gallery heran. "Das nimmt diesem wichtigen Ort die Würde", sagte er.

Bereits 2013 war Hasselhoff nach Berlin gekommen, um Tausende Demonstranten bei wochenlangen Protesten gegen den Bau eines Hochhauses nahe dem Mauerdenkmal zu unterstützen. Erfolg hatte Hasselhoff damals zwar nicht - trotzdem will er wegen des jetzigen Streits wieder in die deutsche Hauptstadt kommen.

bbr/dpa



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