Dennis Rodman erneut zu Besuch bei Kim Jong Un Mein Freund, der Diktator

Ex-Basketballer Dennis Rodman ist erneut auf dem Weg nach Pjöngjang. Anders als zunächst angekündigt geht es dabei nicht um die Freilassung eines inhaftierten US-Bürgers. Es handelt sich dem 51-Jährigen zufolge lediglich um einen Freundschaftsbesuch bei seinem nordkeanischen Kumpel "Kim".


Pjöngjang/Peking- Beim letzten Besuch haben sich die beiden offenbar so gut verstanden, dass sie sich baldmöglichst wiedersehen mussten: Basketball-Urgestein Dennis Rodman ist erneut auf dem Weg nach Nordkorea. Anlass für den Fünf-Tages-Trip sind nach Aussage des 51-Jährigen seine freundschaftlichen Gefühle für Kim Jong Un, den Machthaber des Landes.

Der fünfmalige NBA-Sieger Rodman und Basketballfan Kim hatten sich im Februar im Rahmen einer "Basketball Diplomatie"-Reise kennengelernt. Damals war eine US-Delegation in das Reich gereist, um einen Film zu drehen und den Nordkoreanern den Basketballsport näher zu bringen. Ein Unterfangen, das bei den amerikanischen Behörden für wenig Begeisterung sorgte. Rodman wiegelte ab, es gehe ihm nur um den Basketball.

Dieses Mal geht es ihm offenbar ums Privatvergnügen. "Es ist eine freundliche Geste", kommentierte der Ex-Basketballstar seinen erneuten Besuch. Spekulationen, wonach sich er sich für die Freilassung des inhaftierten US-Bürgers Kenneth Bae einsetzen wolle, setzte er entgegen, dass "nichts versprochen" sei.

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Dennis Rodman zu Besuch bei Kim Jong Un: "Eine freundliche Geste"
Noch im Mai hatte Rodman recht großspurig verkündet, Baes Freiheit erwirken zu wollen. "Ich werde den Führer von Nordkorea - oder wie ich ihn nenne: 'Kim' - bitten, mir einen Gefallen zu tun und Baes Fesseln zu lösen", schrieb er auf Twitter.

Rodmans Reise dürfte bei den Amerikanern auf wenig Verständnis stoßen, zumal Nordkorea die USA erst vergangene Woche vor den Kopf stieß. Ein US-Sondergesandter für Menschenrechte, der sich bei einem Besuch um Baes Freilassung bemühen wollte, wurde kurzerhand wieder ausgeladen.

Der koreanischstämmige Bae war auf einer Reise nach Nordkorea wegen angeblicher Missionierungsversuche verhaftet und Anfang Mai zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.

gam/Reuters/AP

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insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
Obi-Wan-Kenobi 03.09.2013
1.
Zitat von sysopAFPEx-Basketballer Dennis Rodman ist erneut auf dem Weg nach Pjöngjang. Die Ankündigung, dass er sich für die Freilassung eines inhaftierten US-Bürgers einsetzen wolle, gehört dabei offenbar nicht mehr zu seiner Mission. Es handele sich um einen Freundschaftsbesuch bei seinem nordkeanischen Kumpel "Kim". http://www.spiegel.de/panorama/leute/dennis-rodman-besucht-erneut-kim-jong-un-in-nordkorea-a-920014.html
Rodman war schon immer etwas, nunja, exzentrisch. Er versteht sich sicher prächtig mit Raketen-Kim. :-) Man sollte auch an Sportler vielleicht nicht so große Erwartungen haben. Meine Güte, Rodman ist nicht für seinen scharfen Intellekt bekannt, er war ein begnadeter Basketball Spieler aber er ist sicher kein Philosoph.
stylo500 03.09.2013
2. lass mal schön dein Hemd an Dennis
unter seinen tatoos findet sich bestimmt der eine oder andere Bibelspruch...
donald_rumsfeld 03.09.2013
3. Da kommt der Klassenfeind
Beeindruckend wie sehr Kim den westlichen Lebenstil bewundert. NK das einzigste vollabgeschottete Kommunistische Land hat einen Herrscher der gerne in Beverly Hills wohnen würde. Denis hat bestimmt eine neue PS4 im Rucksack damit dann beide NBA spielen können. Wäre dafür Rodman als Chefdiplomat einzusetzten, er hat genug Einfluss Kim die Finger vom Abschuss-Knopf zu halten.
darkview 03.09.2013
4. Nsa
Die wissen doch sicher gestern, was da gesprochen wird und in der PS ist nicht nur Game-Hardware eingebaut. 15 Jahre Arbeitslager, 60 Jahre für Manning. Die Welt ist in Ordnung. Ich finds fair.
eerriicc 03.09.2013
5.
wem interessieren eigentlich die beiden Trottel?
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