Knutsch-Auftritt bei "Wetten, dass..?" Diane Keaton und der Kuss-Rekord

Bei "Wetten, dass..?" knutschte Diane Keaton der Reihe nach jeden, der nicht bei drei von der Couch sprang. Für viele der beste Moment der Show - für andere nur peinlich. Dabei sammelt die Schauspielerin doch nur Namen für eine Liste.

AP

Hamburg - Diane Keaton war mit schönen Männern wie Al Pacino und Warren Beatty zusammen. Auch mit weniger schönen wie Woody Allen. Berühmt allerdings waren sie fast alle, was in Interviews regelmäßig dazu führt, dass die Schauspielerin auf ihre Ex-Partner angesprochen wird.

Natürlich fragte auch Markus Lanz bei der drittletzten Ausgabe von "Wetten, dass..?" am Samstag, wie gut denn etwa Jack Nicholson küsse. Keaton verriet das nicht, hatte aber vorher schon der Reihe nach alle Männer auf der Couch abgeknutscht - Lanz inklusive.

Das kam einem irgendwie bekannt vor. Tatsächlich hatte die Mimin schon bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" für ihr Lebenswerk im Februar das unsägliche Kuss-Thema überstrapaziert. Kokett nötigte sie den ebenfalls geladenen Matthew McConaughey, auf die Bühne zu springen und sich in die Phalanx der von ihr Geküssten einzureihen.

Bei Talk-Ikone Ellen de Generes erklärte sie das Knutschen von Filmpartnern zum Sport und präsentierte ein Liste mit prominenten Namen, darunter Morgan Freeman, Keanu Reeves, Robert Redford und Ryan Gosling (Stand Mai: 18). Zielvorgabe: "Ich will die Frau werden, die die meisten Filmpartner geküsst hat."

Legendäre Zappeligkeit

In Interviews redet Keaton lang und breit darüber, warum sie nie geheiratet hat und dass sie beim Flirten gern Männer "neckt und provoziert". Sie tut all das nicht ohne Selbstironie. Aber es ist peinlich. Nur weil sie eine Woody-Allen-Kreatur, immer noch gut im Geschäft und mittlerweile 68 ist, nimmt ihr das offenbar niemand so richtig übel.

Gerade promotet sie ihren neuen Film mit Michael Douglas, "And so it goes", in dem sie die Sängerin Leah darstellt, die sich mit ihrem grummeligen Nachbarn Oren Little auseinandersetzen muss, der ihr seine Enkelin aufs Auge drückt, weil er selbst beziehungsunfähig ist.

Die Zusammenarbeit mit Woody Allen war fruchtbar und äußerst erfolgreich. Viermal war sie in ihrer Karriere für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert, für die Rolle der Annie Hall in Allens "Der Stadtneurotiker" (1977) gewann sie ihn. Keaton stand treu an Allens Seite, auch als dieser sich mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert sah. Mit Al Pacino glänzte sie in "Der Pate" von Francis Ford Coppola.

Eigentlich könnte sich die 68-Jährige auf ihren Lorbeeren ausruhen und mal einen Gang runterschalten. Doch Keatons Zappeligkeit ist legendär. Noch als 50-Jährige adoptierte sie zwei Kinder - und hat sich auch sonst etwas rührend Idealistisches, Hippiehaftes bewahrt: Neulich habe sie eine tote Krähe auf der Straße liegen sehen und sie nicht aufgehoben, erzählte sie der "Neuen Zürcher Zeitung". "Du bist ein Arschloch, Diane", habe sie sich gedacht und Tage später schuldbewusst die Überreste des Vogels aufgelesen.

ala



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