Streit zwischen Hallervorden und Schweiger "Großer Krach" bei Dreharbeiten

Zwei deutsche Schauspielgrößen liegen über Kreuz: Til Schweiger und Dieter Hallervorden sind bei Dreharbeiten offenbar heftig aneinandergeraten. Mehrere Wochen sprachen die beiden danach kein privates Wort miteinander.

DPA

Berlin - Bei Dreharbeiten für ihren neuen Kinofilm sind Hauptdarsteller Dieter Hallervorden und Regisseur Til Schweiger aneinandergeraten. Schweiger, 50, habe sich nicht an Absprachen zum Drehbuch gehalten, sagte Hallervorden dem RBB-Sender "RadioBerlin 88,88". "Ich hätte natürlich sagen können: Ich spiel's nicht. Aber dann hätte ich die Zusammenarbeit für die nächsten Wochen einfach gefährdet."

Schweiger ("Keinohrhasen") sagte dazu der Nachrichtenagentur dpa, es habe tatsächlich zwei Situationen gegeben, in denen es Streit mit dem 79-Jährigen gegeben habe. "Das hatte keine persönlichen Motive, es ging um die Interpretation der Rolle." Als Regisseur habe er präzise Vorstellungen, was er Schauspielern abverlangen könne.

Hallervorden spielt in "Honig im Kopf" einen Demenzkranken. Laut Schweiger weigerte er sich in einem Fall zunächst, eine bestimmte Szene zu spielen. Dabei werde er von einem Mädchen gewaschen. Dies sei eine Schlüsselszene und solle das persönliche Verhältnis zwischen den beiden Figuren zeigen. Er habe Hallervorden an seinen Vertrag erinnert, sagte Schweiger.

Darauf habe Hallervorden eingelenkt und die Szene grandios gespielt. "Er spielt in dem Film wie von einem anderen Stern", sagte Schweiger. Er wolle nun das Gespräch mit ihm suchen.

Hallervorden wiederum sagte laut RBB, es sei vorher abgesprochen gewesen, dass er zwei Szenen aus dem ursprünglichen Drehbuch nicht spielen wolle. Auf eine davon habe Schweiger dennoch beharrt. Es habe sich um eine Szene gehandelt, "wo man nun plötzlich meinte, man müsste auch noch zum Körperausgang hinten ein paar Pupse beisteuern". Es habe deswegen "einen großen Krach gegeben". Mehrere Wochen habe er, Hallervorden, danach kein privates Wort mehr mit Schweiger gesprochen. "Aber das ist jetzt Geschichte", sagte der Schauspieler und Ex-Fernsehkomiker. "Was zählt, sind der Film und das Ergebnis."

"Honig im Kopf" kommt am 25. Dezember in die Kinos.

rls/dpa

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