"Walk of Fame" Stadtrat will Trumps Hollywood-Stern beseitigen

2007 erhielt Donald Trump für seine TV-Shows einen Stern auf dem berühmten Walk of Fame. Nun fordern Lokalpolitiker, den Stern des heutigen US-Präsidenten entfernen zu lassen. Er wäre der Erste, dem das widerfährt.

Zerstörter Stern des amtierenden US-Präsidenten Trump auf dem Walk of Fame
DPA

Zerstörter Stern des amtierenden US-Präsidenten Trump auf dem Walk of Fame


Bevor Donald Trump in der Politik aufstieg, war er nicht nur Geschäftsmann, sondern auch erfolgreich im Medienbetrieb unterwegs. 2007 widmete man dem heutigen US-Präsidenten für seinen Auftritt in der Reality-TV-Show "The Apprentice" sogar einen der berühmten Sterne auf dem "Walk of Fame" in Los Angeles.

Nun könnte Trump der erste der mehr als 2600 Stern-Träger sein, der ihn wieder verliert. Wie mehrere US-Medien berichten, hat der Stadtrat von West Hollywood einstimmig den Beschluss gefasst, den Stern entfernen zu lassen.

Als Grund nennen die Lokalpolitiker Trumps Verachtung gegenüber Frauen, seinen undurchsichtigen Kontakt nach Russland und Äußerungen über Einwanderer.

Ob der Stern tatsächlich entfernt wird, hängt von der Handelskammer in Los Angeles ab, die für den "Walk of Fame" zuständig ist. Derzeit gäbe es keine Pläne, irgendeinen Stern von der Flaniermeile zu entfernen, hieß es in einer ersten Reaktion der Handelskammer. Man werde den Antrag aber prüfen.

Bewährungsstrafe für Stern-Zerstörer

Gerade erst wurde die im Boden eingelassene Auszeichnung zum widerholten Male demoliert. Die Staatsanwaltschaft hat einen 24-Jährigen wegen mutwilliger Beschädigung angeklagt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu drei Jahre Haft, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Schon im Oktober 2016, kurz vor Trumps Wahlsieg, war die Plakette von einem Mann mit einem Vorschlaghammer und einer Spitzhacke demoliert worden. Der Täter wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Zudem musste er für die Reparaturkosten aufkommen. Nach der Tat hatte der wohlhabende Geschäftsmann erklärt, dass er aus Wut über Trumps Behandlung von Frauen und Minderheiten gehandelt habe.

tin/dpa/AP



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