Klage eingereicht Ex-Playboy-Model will öffentlich über angebliche Trump-Affäre sprechen

150.000 Dollar Schweigegeld soll Karen McDougal bekommen haben, damit sie ihre angebliche Affäre mit Donald Trump nicht publik macht. Nun klagt das Ex-Playmate, um die Vereinbarung aufzulösen.

Ehemaliges Playboy-Model Karen McDougal
imago

Ehemaliges Playboy-Model Karen McDougal


Das ehemalige Playboy-Model Karen McDougal, das behauptet, eine Affäre mit Donald Trump gehabt zu haben, hat Klage gegen den Verlag der Illustrierten "National Enquirer" bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht. Der Verlag American Media Inc. habe ihr im Jahr 2016 150.000 Dollar gezahlt, damit sie Stillschweigen über ihr angebliches Verhältnis bewahre. Nun will sie die rechtliche Vereinbarung auflösen.

Das Magazin "The New Yorker" hatte vergangenen Monat von der angeblichen Affäre berichtet. Demnach hat das Blatt "National Enquirer" für diese Exklusivgeschichte gezahlt - sie aber nie veröffentlicht. Der Chef David Pecker hatte Trump als seinen "persönlichen Freund" bezeichnet.

Karen McDougal behauptet, sie und Trump hätten in den Jahren 2006 und 2007 eine zehnmonatige "romantische Beziehung" gehabt. Der Zeitraum überschneidet sich mit der angeblichen Affäre mit der US-Pornodarstellerin Stormy Daniels. Zu der Zeit war Donald Trump bereits mit seiner dritten Ehefrau Melania verheiratet. Trumps jüngster Sohn Barron wurde 2006 geboren.

Sie sei verleitet worden zu unterschreiben

Laut Karen McDougal hat ihr damaliger Anwalt heimlich mit Trumps Anwalt Michael Cohen den Deal ausgehandelt. Beide Anwälte wollten dazu keine Erklärung abgeben.

Nun will Karen McDougal vor Gericht erwirken, dass die Vereinbarung für ungültig erklärt wird. Ihren Angaben zufolge sei sie seinerzeit dazu verleitet worden zu unterschreiben. Es sei nicht richtig, mit Klagen zu drohen, um zu verhindern, dass jemand etwas von öffentlichem Interesse preisgeben könnte.

"American Media Inc. hat mich angelogen, hat leere Versprechungen gemacht und mich immer wieder eingeschüchtert und manipuliert. Ich will nur die Gelegenheit haben, die Sache klarzustellen und mit meinem Leben fortzufahren, frei von dieser Firma, ihren Führungskräften und ihren Anwälten", sagte Karen McDougal.

Der Verlag teilte in einer Erklärung mit, dass er einen gültigen Vertrag mit Karen McDougal habe und eine einvernehmliche Lösung mit ihr finden wolle. Sie sei frei, auf Presseanfragen zu ihrer Beziehung zu Trump seit 2016 - also lange nach der angeblichen Affäre - zu antworten. Die Unterstellung, der Verlag habe sie zum Schweigen gebracht, sei unbegründet.

cop/Reuters

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Seite 1
joG 21.03.2018
1. Wenn es die leute interessiert...
...ist das meines Erachtens ganz prima, wenn sie ihre Erinnerungen oder was immer verkauft.
Beijinger 21.03.2018
2. Und, was nun?
Da kommt wieder ein Dementi des notorischen Lügners aus dem WH, verkündet von seiner unsäglichen Pressesprecherin Sarah Huckabee-Sanders. Viel wichtiger ist, daß Rob Mueller seinen Abschlußbericht fertigstellt, der Trumpel aus dem Amt jagt. Und das hoffentlich so bald als möglich.
ErichReichardt 21.03.2018
3. Heißer Wind, wie immer!
Wie fast immer in den Medien weht nur heißer Wind! Was soll das Ganze! Es ist Herrn Trumps Privatsache und die ganzen Heuchler die mal wieder rumschreien, werden blamiert sein. Trump bashing ist wie immer angesagt, aber ihr schafft es nicht ihn wegzubringen. Dafür braucht ihr etwas bessere und beweisbare Argumente!
Anhaltiner 21.03.2018
4.
Was genau stimmt hier nicht? Die Dame hat ein eine Story zur Veröffentlichung für 150k im Zeitraum 2006-2007 freigegeben und der Verlag will sie für 10 Jahre ohne Veröffentlichung binden: 150k für eine Story die es nicht Wert ist veröffentlicht zu werden??? Meine Story bei der ich beinahe... usw. verkaufe ich blos für 50k! Deal??? Pacta sunt servanta - Verträge müssen eingehalten werden: was genau ist Teil des Exklusiv-Vertrages im Wert von 150k? Wurde die Veröffentlichung vereinbart oder suggeriert? Wenn nicht kann man durchaus von Schweigegeld sprechen. Und wieso die Bindung auf 10 Jahre wenn nicht mal 2 Jahre zur Debatte stehen? Die Rolle der RAs? Liegt ein Interessenskonflikt vor? Gab es Zahlungen an Verwandte des RA? Wielange ist eine Exklusiv-Story exklusiv? Patente laufen ja auch irgendwann ab! - Fragen über Fragen!!!
karl-der-gaul 21.03.2018
5.
Und der so sehr beliebte Slick Willie, Big Bubba (Bill Clinton) hat Frauen vergewaltigt im WEISEN HAUS und er wurde gefeiert und von der US Demokraten Partei beschützt. Was für eine heuchlerisch liberale Bande.
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