Drakes Verteidigung im Blackfacing-Vorwurf "Falsch dargestellt"

Drake mit schwarz geschminktem Gesicht und knallroten Lippen: Mit einem Clip macht der rivalisierende Musiker Pusha T dieses Bild des kanadischen Rappers zum Thema - doch der weist Rassismusvorwürfe zurück.

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Rivalisierende Rapper battlen sich gerne und in seinem neuen Song "The Story Of Adidon" griff Pusha T den Sonnyboy des HipHops heftig an. Doch es sind weniger die Lines, die Drake tatsächlich gefährlich werden könnten - sondern ein Foto, das den Track im Netz illustriert.

Das Bild zeigt Drake mit schwarz geschminktem Gesicht, breitem Grinsen und knallrot geschminkten Lippen. Dieses sogenannte Blackfacing wird häufig als rassistisch betrachtet und auch Pusha T rief dazu auf, das von einem bekannten Fotografen gemachte Bild nicht länger als Kunst zu bezeichnen.

Die Reaktion des kanadischen Musikers folgte prompt. Das Foto sei aus dem Zusammenhang gerissen, schrieb Drake. Das Bild stamme aus dem Jahr 2007 und solle zeigen, wie Schwarze einst "falsch dargestellt wurden". "Als junger Schauspieler in einem Projekt versuchte ich, darauf aufmerksam zu machen, wie schwer es junge schwarze Schauspieler haben, Rollen zu ergattern."

Alles also nur ein Missverständnis. Es sei ihm mit einem Bekannten aus dem Sudan damals darum gegangen, ihren Frust zum Ausdruck zu bringen, weil es in der Industrie "nicht immer eine faire Chance" gebe und dass sich für schwarze Schauspieler bislang zu wenig geändert habe.

Die Fehde zwischen den beiden Rap-Stars dürfte mit dieser Volte anhalten - zumal Pusha T in seinem Lied "Infrared" Drake auch beschuldigt, einen Ghostwriter zu benutzen.

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Blackfacing-Beef unter Rappern: Pusha T vs. Drake

Drake hatte sich bereits in der Vergangenheit für einen respektvollen Umgang der Menschen untereinander eingesetzt. Um einen grapschenden Konzertbesucher in die Schranken zu weisen, hatte er Ende 2017 sogar eigens einen Auftritt unterbrochen.

apr/AP



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