Dresden Tote Hosen bitten um "Vergebung" für nächtlichen Freibadbesuch

Mit Drink und weiblicher Begleitung stieg Campino nachts in ein Dresdner Schwimmbad ein - und hatte deswegen eine Anzeige am Hals. Nach einer humorigen Spendenankündigung haben sich plötzlich alle wieder lieb.

Campino (Archiv)
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Campino (Archiv)


Die Toten Hosen haben für ihren nächtlichen Freibadbesuch in Dresden um Vergebung gebeten und wollen dem Bad 5000 Euro spenden. "Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen und werden uns bemühen, die Öffnungszeiten einzuhalten", heißt es in einem Schreiben, das mit "Campino und Die Toten Hosen" unterzeichnet ist.

Die Dresdner Bäder Gmbh hatte laut eigenen Angaben den Sänger der Toten Hosen sowie weitere unbekannte Personen wegen Hausfriedensbruchs angezeigt. Es gebe keinen Promi-Bonus für das nächtliche Eindringen. Zuvor hatte die Band selbst in sozialen Netzwerken auf die Aktion aufmerksam gemacht: "Sonntag 1:54 Baden gehen in Dresden...", heißt es neben einem Foto, das Campino mit zwei Frauen und einer Flasche in der Hand zeigt.

Sonntag, 1:54 Uhr Baden gehen in Dresden... Foto: @bastianbochinski

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Man habe sich ja eigentlich fest vorgenommen, die Öffnungszeiten einzuhalten, schreibt die Band nun in ihrer Stellungnahme. Nach dem Auftritt sei das Bad aber bereits geschlossen gewesen und der Tourplan habe es nicht zugelassen, zu warten, bis es wieder öffnet. "Und weil wir nun mal schon alle einen sitzen hatten, haben wir der Versuchung nachgegeben, Eurer Anlage eine Visite abzustatten."

Die Bäder GmbH deutete an, die Sache nun auf sich beruhen lassen zu wollen und spielte dabei auf mehrere Songs der Band an: "An Tagen wie diesen ist es wohl das Beste, einen Schlussstrich unter die Nacht der Nächte zu ziehen." Weiter heißt es: "Auf jeden Fall soll es keinen juristischen Streit bis zum bitteren Ende geben. Nichts bleibt für die Ewigkeit und deshalb machen wir jetzt hoffentlich bald unter die Sache einen Punk(t). Eine Frage zum Schluss: Wann seh'n wir uns wieder?"

Band und Bad spielten sich die Bälle offenbar gekonnt zu - jedenfalls zeigten sich die Toten Hosen in ihrer Stellungnahmen auch ganz angetan von der Anlage: "Wir wurden nicht enttäuscht. Um mit dem weitverbreiteten Klischee aufzuräumen, dass man als Rockmusiker nur mit eigener Jacht oder mindestens im eigenen Pool schwimmen geht, war es uns wichtig, mit einem Foto zu unterstreichen, dass man als Mitglied der Toten Hosen immer noch auf das öffentliche Freibad angewiesen ist und das nicht bereuen muss."

Da ihnen bei dem nächtlichen Vergnügen aber aufgefallen sei, dass die Startblöcke leichte Verschleißerscheinungen aufwiesen, wolle man das Bad mit der kleinen Spende von 5000 Euro unterstützen. "Gerne würden wir damit auch die noch ausstehenden Eintrittsgelder von unseren Begleiterinnen und Begleitern in dieser Nacht begleichen", heißt es.

hut/dpa



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