"Unbeständig in Beziehungen" Ägyptisches Bordmagazin entschuldigt sich bei Drew Barrymore

Ein ägyptisches Bordmagazin verunglimpfte "Drew Barrimoor" in einem mutmaßlich erfundenen Interview. Jetzt haben sich die Verantwortlichen entschuldigt. Für Übersetzungsfehler.

Drew Barrymore 2017 in New York
AP

Drew Barrymore 2017 in New York


Jetzt also die Entschuldigung: Die Macher eines ägyptischen Bordmagazins, das einen heftig umstrittenen Artikel über Drew Barrymore veröffentlicht hatte, haben um Verzeihung gebeten - für "Missverständnisse, die als Beleidigung einer großen Künstlerin interpretiert werden könnten".

Das Problem sei die Übersetzung des Interviews aus dem Englischen ins Arabische gewesen, schrieben der Chefredakteur des "Horus"-Magazins und ein Vertreter des Herausgebers in einem Brief, aus dem der "Guardian" zitiert.

In dem weitschweifigen Anfang des Textes hatte es geheißen:

"Obwohl sie den größten Teil ihres Lebens unbeständig in ihren Beziehungen war, trotz mehrerer erfolgloser Ehen und ungeachtet der geschäftigen Berühmtheit, die ihr Leben viele Jahre dominiert hat; die schöne amerikanische Hollywood-Schauspielerin Drew Barrymore hat kürzlich entschieden, vorübergehend unbegrenzt Urlaub zu nehmen, um sich ihrer wichtigsten Rolle zu widmen, der als Mutter."

Hierzu erklärte der Herausgeber, der Beginn eines jeden Textes sei "das Produkt der Kreativität eines Autors, unter der Voraussetzung, dass er keine Informationen enthält, die nicht der Wahrheit entsprechen". Man werde jetzt das vorliegende Originaltextmaterial aufmerksam auf Übersetzungsfehler untersuchen.

Auf den Vorwurf, das gesamte Interview mit Barrymore sei frei erfunden, gingen die Offiziellen gleichwohl nicht ein.

Eine Sprecherin der Schauspielerin hatte erklärt, Barrymore habe an dem Artikel gar nicht mitgewirkt, als Vorlage hätten Aussagen auf einer Pressekonferenz gedient. Die verantwortliche Journalistin Aida Takla twitterte am 3. Oktober, ihr Stück sei zwar stark bearbeitet worden, dennoch sei das Interview mit "Drew Barrimoor" authentisch und alles andere als frei erfunden. Sie habe den Star "mehrere Male" interviewt, so Takla.

Den Skandal ins Rollen gebracht hatte der politische Journalist Adam Baron, der den frauenfeindlichen Artikel via Twitter verbreitet hatte.

"Horus" berichtete von 17 Beziehungen, die Barrymore geführt habe, und fügt erläuternd hinzu, dass Psychologen dieses Verhalten für natürlich hielten, da der Schauspielerin in ihrer Erziehung ein männliches Vorbild gefehlt habe. Barrymores Eltern trennten sich, als sie ein Kind war. Sie wuchs hauptsächlich bei ihrer Mutter auf.

ala

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