Ahnenforschung in TV-Sendung Dustin Hoffman kommen die Tränen

Die Geschichte seiner Urgroßmutter hat Dustin Hoffman in einer TV-Show zu Tränen gerührt: Nach fünf Jahren in einem sowjetischen Gefangenenlager war "Libba" 1930 in die USA gelangt.

Hollywoodstar Dustin Hoffman
AP

Hollywoodstar Dustin Hoffman


Dustin Hoffman zählt zu den größten Charakterdarstellern Hollywoods. Doch diese Emotionen waren nicht gespielt: Einblicke in die eigene Familiengeschichte haben dem Oscar-Preisträger in einer TV-Sendung die Tränen in die Augen getrieben.

Hoffmans Urgroßmutter "Libba" hatte fünf Jahre in einem sowjetischen Gefangenenlager verbracht, nachdem ihr Mann und Sohn von der Geheimpolizei Tscheka getötet worden waren. Dann floh sie nach Argentinien, bis sie 1930 im Alter von 62 Jahren schließlich die USA erreichte - mit einem Arm, geringer Sehkraft und von der Einwanderungsbehörde auf Ellis Island in New York als "altersschwach" beschrieben.

In der Sendung "Finding Your Roots" (Finde deine Wurzeln) erkundet Professor Henry Louis Gates die Familiengeschichte von Hollywoodstars. "Libbas" Mut rührte Hoffman so sehr, dass der 78-Jährige kurzzeitig in Tränen ausbrach.


"Sie war eine Heldin", sagte Hoffman über seine Urgroßmutter. "Und sie hat für mich überlebt, damit ich heute hier sein kann." Anders als seine Eltern, die ihre Herkunft verheimlichten, stehe er heute zu seinen jüdischen Wurzeln.

Seinen ersten Oscar hatte Hoffman 1980 für die Rolle eines alleinerziehenden Vaters im Scheidungsdrama "Kramer gegen Kramer" bekommen. Der zweite folgte 1989 für seine feinfühlige Darstellung in Barry Levinsons vielfach preisgekröntem Drama "Rain Man".

wit/dpa

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