Ed Sheerans NRW-Konzert Dann halt Gelsenkirchen

Der britische Superstar Ed Sheeran darf nicht auf dem Parkplatz der Düsseldorfer Messe auftreten, das hat die Stadt entschieden. Der Veranstalter reagierte enttäuscht - und hat nun eine Alternative gefunden.

DPA

Es war das Aus für Ed Sheerans Konzert in Düsseldorf: Nach langem Hin und Her hat die Stadt dem britischen Superstar die Genehmigung für einen Auftritt verwehrt. SPD und FDP stimmten im zuständigen Stadtratsausschuss für die Genehmigung, CDU, Grüne, Linke und Freie Wähler dagegen.

Erstmals sollte auf einem Parkplatz der Düsseldorfer Messe ein großes Open-Air-Konzert stattfinden. Dafür sollten 104 Bäume gefällt werden. 85.000 Tickets sind seit Monaten für das Konzert verkauft, das am 22. Juli stattfinden sollte. Dem Entscheid war ein langer politischer Streit vorangegangen.

Der Veranstalter reagierte auf die Entscheidung mit "Verwunderung und grenzenloser Enttäuschung". Man sei für eine lokalpolitische Auseinandersetzung instrumentalisiert worden, schrieb FKP Scorpio auf seiner Homepage.

Der Auftritt in der Region sollte jedoch nicht endgültig abgesagt werden: Sheeran werde nun nach Gelsenkirchen ausweichen, hieß es in einer Mitteilung. In der Veltins Arena sind zwei Konzerte an aufeinanderfolgenden Tagen - dem 22. und 23. Juli - geplant. Gemeinsam mit Ed Sheeran bedanke man sich bei den Fans "für ihre Geduld, ihr Verständnis und ihre Unterstützung in den Wochen der Unsicherheit", hieß es weiter.

Ursprünglich sollte das Konzert auf dem Flughafen Essen/Mülheim stattfinden. Das scheiterte aber wegen Nistplätzen der Feldlerche und möglicher Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

bbr/aar/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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Tharsonius 28.06.2018
1. Sehr gut!
105 Bäume sind Argument genug das Konzert auf einer alternativen location stattfinden zu lassen. Dass sollte auch ein Ed Sheeran kapieren können.
dasfred 28.06.2018
2. Warum nicht gleich
Für ein einziges Konzert entweder Brutvögel vertreiben oder Bäume fällen ist nun mal PR technisch nicht zu verkaufen. Das muss doch einem Veranstalter klar sein, selbst wenn er noch so sehr auf seinen Profit schielt. Über Deutschland sind schon diverse Veranstaltungsorte verteilt, da muss man nicht für einen einzigen Event einen riesigen Dauerschaden hinterlassen. Hamburgs Stadtpark leidet auch noch unter einem Konzert im vergangenen Jahr, weil der Rasen eben nicht so pflegeleicht ist, wie vorher behauptet.
agreatwaytofly 28.06.2018
3. Warum diese Gigantomanie?
Die Esprit-Arena in Düsseldorf ist eine tolle Event-Location - für 55.000 Gäste. Warum diese Gigantomanie mit 85.000 Tickets? Ganz einfach: weil der Grenz-Gewinn des Veranstalters dann durch die Decke geht!
ziehenimbein 28.06.2018
4. Komische Reihenfolge!
Erst Tickets verkaufen und dann erst den Veranstaltungsort klarmachen? Ich habe gedacht, dass man es besser anders herum macht.
Plasmabruzzler 28.06.2018
5.
Zitat von agreatwaytoflyDie Esprit-Arena in Düsseldorf ist eine tolle Event-Location - für 55.000 Gäste. Warum diese Gigantomanie mit 85.000 Tickets? Ganz einfach: weil der Grenz-Gewinn des Veranstalters dann durch die Decke geht!
Ich würde dem Veranstalter nicht unbedingt Profitgier bescheinigen. Zuerst hieß es ja, der Veranstaltungsort in Essen könne genutzt werden, also wurden Tickets verkauft in der Größenordnung, wie es der Veranstalter für vernünftig hielt und der Ort hergab. Dass man den Ort nicht nutzen konnte/durfte, stellte man erst nachher fest. Hätte man direkt z. B. die KölnArena (bis 20.000 Gäste) gebucht, wäre das Geschrei derjenigen groß gewesen, die das Konzert gerne miterlebt hätten, aber keine Eintrittskarten bekamen. Auch wenn ich ein entspanntes Verhältnis zu Ed Sheerans Musik habe, muss ich anerkennen, dass viele Leute seine Fans sind und wohl gerne ein Konzert miterleben möchten. Also versucht man, diesem Bedürfnis nachzukommen. Bei großen Fußballstadien sieht es ja ähnlich aus. Wenn Sie schon 85.000 Tickets für viel halten, dann schauen Sie sich mal an, wie viele Tickets bei z. B. Rock in Rio, Wacken und co. verkauft werden.
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