Ex-Nationaltorwart Eike Immel wegen Kokainbesitzes angeklagt

Von der Bundesliga über das Dschungelcamp vor den Richter: Eike Immel muss sich wegen Kokainbesitzes vor dem Amtsgericht Dortmund verantworten. Der frühere Fußball-Nationaltorwart schweigt zu den Vorwürfen - ihm wird auch eine Verletzung der Unterhaltspflicht vorgeworfen.

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Dortmund - Er war Deutscher Meister, Vizeweltmeister und Europameister: In den achtziger und neunziger Jahren gehörte Eike Immel zu den großen Namen im Fußball-Geschäft. Nach dem Ende seiner Karriere sorgte er als Teilnehmer beim Dschungelcamp 2008 für Aufsehen.

Im Oktober steht Immel nun ein Termin bevor, auf den er wohl gerne verzichten würde. Der 51-Jährige ist wegen Kokainbesitzes angeklagt worden. Das bestätigte das Amtsgericht Dortmund. Immel wird der Erwerb von Kokain zum Eigengebrauch in 78 Fällen vorgeworfen. Die Drogen im Wert von 10.000 Euro soll Immel vor rund fünf Jahren in einem Club in der Nachbarstadt Schwerte erworben haben.

Der Prozessauftakt ist für den 23. Oktober am Amtsgericht Dortmund angesetzt. Nebenbei geht es dann auch um Verletzungen der Unterhaltspflicht aus dem Jahr 2005. Das bestätigte Immels Anwältin Ina Klimpke. Aber: "Mein Mandant wird sich zu den Vorwürfen nicht äußern", sagte Klimpke.

Immel hatte die Vorwürfe bereits in früheren Äußerungen zurückgewiesen. So hatte er vor drei Jahren in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung von einem Racheakt gesprochen, nachdem die Ermittlungen bekannt geworden waren. "Ich habe damit nichts zu tun", hatte er betont. Er nehme keine Drogen. Auch die Polizei habe bei einer Hausdurchsuchung keine Drogen gefunden, sagte Immel damals. Er hätte damals überhaupt kein Geld für solche Käufe gehabt. Zu dieser Zeit sei er praktisch in der Insolvenz gewesen.

ulz/dpa



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