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Streit um künstliche Befruchtung: Elton John beendet Boykott von Dolce & Gabbana

Stefano Gabbana, Domenico Dolce: Streit mit Elton John beigelegt Zur Großansicht
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Stefano Gabbana, Domenico Dolce: Streit mit Elton John beigelegt

Der italienische Designer Domenico Dolce hat seine Kritik an künstlich erzeugten Babys zurückgenommen ("Es tut mir so leid"). Sein ärgster Kritiker hat die Entschuldigung nun angenommen.

Vor fünf Monaten gab Domenico Dolce ein Interview, das viel Empörung auslöste. Der italienische Designer, gemeinsam mit Kompagnon Stefano Gabbana verantwortlich für das Label Dolce & Gabbana, wetterte in der italienischen Zeitschrift "Panorama" über künstlich gezeugte Babys.

Sie seien "synthetische Babys" und die Leihmütter "gemietete Gebärmütter". Fortpflanzung müsse ein Akt der Liebe sein. Zu den schärfsten Kritikern gehörte Popstar Elton John, der mit seinem Mann David Furnish zwei Söhne hat, die eine Leihmutter zur Welt brachte. Der Musiker verkündete gar, das Label zu boykottieren. "Nie wieder" wolle er die Mode tragen.

Zahlreiche Promis schlossen sich der Kritik an: die Sängerinnen Madonna und Courtney Love, sowie Designerin Victoria Beckham zum Beispiel, auch das frühere Tennis-As Martina Navratilova.

Jetzt ist der Streit beigelegt. Vor wenigen Tagen sagte Dolce, er habe erkannt, dass seine Worte falsch waren. "Es tut mir so leid." Und Elton John reagierte prompt. Er nahm die Entschuldigung an - und erklärte seinen Boykott für beendet. "Da sie reinen Tisch gemacht haben, freuen wir uns darauf, ihre Designs wieder zu tragen", schrieb er bei Instagram.

Elton John bedankte sich bei den Modemachern, die wie er offen schwul leben, und schrieb: "Wir waren schon immer große Fans ihrer Arbeit." Dolce und Gabbana waren lange Zeit ein Paar. Sie hatten offenbar über die Adoption eines Kindes nachgedacht - den Gedanken daran aber wegen geringer Erfolgsaussichten wieder verworfen.

sms/dpa

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