Emma Watson Die Gewissenhafte

Sie ziert das Cover der "Vogue", sitzt bei Modenschauen in den ersten Reihen, modelt für Burberry und Chanel: "Harry Potter"-Star Emma Watson mausert sich zur Modeikone. Nun hat die 19-Jährige selbst Klamotten entworfen - mit denen sie nichts weniger will, als die Welt zu verbessern.


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Emma Watson: Schönheit mit Gewissen

Hamburg - Emma Watson ist nicht nur in ihrer Rolle als Hermine ehrgeizig. Auch im richtigen Leben kann die gerade mal 19-Jährige gar nicht genug tun: Filmkarriere, Modeljobs, Literaturstudium. Nun zeigt Watson, dass sie auch gleich noch die Welt verbessern will - mit fair gehandelter Mode.

Der "Harry Potter"-Star höchstselbst hat bei der Frühlings- und Sommerkollektion des Öko-Labels "People Tree" mitgewirkt, ihre Freunde sowie ihren Bruder in die Ideenfindung und das Shooting involviert. Auf die Idee sei sie über einen Freund gekommen, der eines Tages ein T-Shirt der Marke getragen und ihr alles über die Firma erzählt habe.

"Mode ist ein guter Weg, Menschen zu stärken und ihnen beim Entwickeln von Fähigkeiten zu helfen", sagte Watson der "Daily Mail" und fügte hinzu: "Statt Bargeld in Wohltätigkeitsprojekte zu stecken, kann man den Menschen auch helfen, indem man Kleidung kauft, die sie gefertigt haben, und damit etwas unterstützt, auf das sie stolz sein können."

"Es kann funktionieren"

Da sie sich sehr für Mode interessiere und in letzter Zeit viel in der Fashion-Welt gearbeitet habe, wisse sie um den Einfluss dieser Industrie. "Ich weiß, dass es funktionieren kann, mit einer Modelinie Menschen zu helfen und Armut zu bekämpfen", so Watson weiter.

Das Ergebnis: Eine Linie, die bei Teenagern das Gewissen ebenso anspricht wie das Modeempfinden. Die Outfits sollen mit Trends mithalten können, aber mehr Qualität und Integrität bieten als andere Marken.

Es sei ihr besonders wichtig, etwas für ihre Generation entworfen zu haben. "Es mag wie ein Klischee klingen, aber wir sind die Zukunft. Die Erde gehört uns und unseren Kindern."

Die moralische Keule will sie bei den Klamotten aber nicht herausholen: "Mir war wichtig, nicht zu predigen." Es solle nicht zu ernst oder zu schwer sein: "Ich wollte einfach Mode machen, die tragbar, cool und leicht ist." Designerin wolle sie nicht werden.

siu



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