Gleichberechtigung Emma Watson und die Feuertaufe für Feministinnen

Emma Watson kämpft für mehr Gleichberechtigung. Bei einer Versammlung sprach die Schauspielerin jetzt darüber, wie erfüllend das Leben als Aktivistin ist - und welche Ängste sie zugleich erlebt.

AP

Mit einer Rede im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York vor zwei Jahren fing es an: Emma Watsons Engagement für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Bei einer Versammlung junger Aktivisten in Ottawa sprach die Schauspielerin und offizielle Uno-Botschafterin für Frauenrechte darüber, wie es ihr seitdem ergangen ist.

Sie habe die Büchse der Pandora geöffnet und sich einer Feuertaufe unterzogen, sagte Watson auf der One Young World-Konferenz. Das Bekanntwerden ihres feministischen Kampfes habe ihr viel Lob und Zuneigung, aber auch Kritik und Drohungen in einem Ausmaß beschert, wie sie es zuvor noch nie erlebt habe. Kurz nach ihrer Rede vor den Vereinten Nationen im Herbst 2014 hatten Hacker mit der Veröffentlichung von Nacktfotos der Schauspielerin gedroht. "Meine besten Hoffnungen und meine schlimmsten Befürchtungen sind zur gleichen Zeit wahrgeworden", sagte sie auf der Konferenz.

Im Video: Emma Watsons Rede

Nie habe sie gedacht, sich selbst einmal als Aktivistin zu bezeichnen. Doch inzwischen scheint sich der ehemalige "Harry Potter"-Star mit seiner neuen Rolle bestens identifiziert zu haben. Sie habe das Gefühl, endlich eine Gemeinschaft gefunden zu haben, zu der sie dazugehöre.

Gleichberechtigung wichtiges Thema

Die Gleichberechtigung der Geschlechter sei eines der wichtigsten Themen der Zeit - wenn nicht sogar das wichtigste. "Wir haben alle feminine und männliche Energien in uns, um ehrlich zu sein", sagte Watson. Beide Kräfte müssten gleich zur Geltung kommen und respektiert werden. "Wir müssen zusammenarbeiten, um die Welt weiter am Laufen zu halten."

Nach ihrer Rede holte die Schauspielerin die Vertreter von neun Projekten auf die Bühne, die sich gegen Geschlechterklischees stark machen. Unter den ersten Gewinnern des "Emma-Watson-Stipendiums" sind unter anderem Eldine Chilembo Glees, die sich für mehr Frauen im männerdominierten Schifffahrtssektor Angolas engagiert und Kina Khalifeh, Gründerin einer Nichtregierungsorganisation, die Frauen in Jordanien Selbstverteidigung beibringt.

jal

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