Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Emma Watson trifft Malala Yousafzai: Endlich Feministin

Emma Watson und Malala Yousafzai: Zwei Stars für Frauenrechte Fotos
Emma Watson/ Facebook

Malala Yousafzai und Emma Watson setzen sich beide für die Rechte der Frauen ein. Als Feministin wollte sich Yousafzai jedoch nie bezeichnen - bis sie von Watson überzeugt wurde.

Im Herbst 2014 hielt Emma Watson als Uno-Sonderbotschafterin für Frauenrechte eine Rede. Es war eine besondere Rede, in der die Schauspielerin die Gleichstellung von Frauen auf der ganzen Welt forderte, persönliche Anekdoten teilte und erklärte, warum Feminismus heute zu Unrecht in der Männerhasser-Ecke steht.

Ihre Worte erreichten viele - und inspirierten auch Malala Yousafzai. Die beiden Frauen trafen sich bei der Premiere von Yousafzais Dokumentation, Watson wollte der Friedensnobelpreisträgerin einige Fragen stellen. Das Video der Begegnung veröffentlichte sie auf ihrer Facebook-Seite. Die Schauspielerin begann das Gespräch mit den Worten "Du bist meine Heldin".

Today I met Malala. She was giving, utterly graceful, compelling and intelligent. That might sound obvious but I was...

Posted by Emma Watson on Mittwoch, 4. November 2015
Im Verlauf des Interviews nutzte Yousafzai die Gelegenheit, Watson ihrerseits ein Kompliment zu machen. Watsons Rede vor der Uno zum Thema Feminismus habe sie sehr beeindruckt. Sie habe immer ein Problem mit dem Wort Feminismus gehabt. Als sie es erstmals hörte, hätte es gemischte Reaktionen darauf gegeben. Deswegen habe sie gezögert, sich selbst als Feministin zu beschreiben.

"Aber dann habe ich deine Rede gehört, in der du gesagt hast: 'Wenn nicht jetzt, wann dann, wenn nicht ich, wer sonst.' Ich habe beschlossen: Es ist nichts Falsches daran, sich selbst als Feministin zu bezeichnen. Deswegen: Ich bin eine Feministin, wir alle sollten Feministinnen sein. Feminismus ist ein anderes Wort für Gleichheit."

Watson ist sichtlich gerührt. "Wow", antwortet sie. "Das ist toll. Und du hast recht, es ist ein schwieriges Wort geworden."

Watson setzt sich seit Langem für die Kampagne "HeForShe" ein, die Männer auffordert, sich für die Gleichberechtigung von Frauen einzusetzen. Ein Thema, das auch Yousafzai am Herzen liegt, sie kämpft für die Bildung von Mädchen und Frauen. Im Gespräch betont die 18-Jährige die Vorbildrolle ihres Vaters. "Wenn wir die Gleichstellung von Frauen haben wollen, müssen sich auch Männer engagieren", sagte sie Watson.

gam

Diesen Artikel...
Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 65 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Feminismus ist ein anderes Wort für Gleichheit
spon-1309986622190 05.11.2015
Nein, Feminismus ist ein anderes Wort für " Einsatz für Frauenrechte". Vor einigen Jahren, war das noch bitter nötig und in so manchen Kulturkreisen ist er es immernoch. Leider wird bei uns dieser Begriff jedoch mittlerweile vor allem für Lobbyarbeit zum eigenen Vorteil verwendet. Dank solcher kriminellen Subjekte wie Alice schwarzer.
2. Richtig
thinkagain 05.11.2015
"Ich bin Feminist(in)" ist außerordentlich mißverständlich, weil extrem vieldeutig belegt und beinahe beliebig definiert. Warum also nicht einfach sagen "ich bin für Gleichheit / Gleichberechtigung", dann kommen keine Mißverständnisse auf. Hier drängt sich der Eindruck auf, Frau Yousafzai sei tatsächlich Frau Watson kognitiv einiges voraus.
3. Wow, ...
Luxinsilvae 05.11.2015
... essentielles Primärproblem zur Diskussion gestellt! Eine Frau Watson überzeugt eine Frau Yousafazai, dass diese Feministin sei .... Hierüber soll jetzt diskutiert werden. Und bei der Flüchtlingskrise bleiben die Foren geschlossen. Wahnsinn, was aus dem SPIEGEL geworden ist!
4. Endlich Arschloch!
panamalarry 05.11.2015
Feminismus: Ein Ismus, der die Hälfte der Menschheit bevorteilen will und die andere Hälfte verteufelt. Dem so erzeugten Feindbild wird dann die Schuld an sämtlichen Mißständen auf dem Planeten gegeben. Ganz wichtig, dass noch viele mehr Leute an diesen Mist glauben.
5. Mama und Papa
Igelnatz 05.11.2015
Meine Mama hat für mich SheForHe und für meine Schwester SheForShe gemacht, während mein Papa für mich HeForHe und für mein Schwesterherz ENDLICH HeForShe gemacht hat. Und was hab ich draus gelernt - sei ein Menschenfreund und mach alles für andere. Ach ja: IchIgelnatzDuMalala, IchPreisbeitombolaDuNobelpreis. Also was ich damit sagen möchte: HeForShe hört sich etwas gaga an...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




SPIEGEL.TV
Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: