Macron in Saint-Martin Der Präsident und das Stinkefinger-Foto

Ein Jahr nach dem verheerenden Hurrikan "Irma" hat Frankreichs Präsident die Karibikinsel Saint-Martin besucht. Dabei entstand ein Foto mit zwei jungen Männern, das nun in Macrons Heimat für Diskussionen sorgt.

Macron in Saint-Martin
AFP

Macron in Saint-Martin


Emmanuel Macron lächelt in die Kamera, er trägt ein weißes Hemd und schwarze Krawatte. Rechts neben ihm steht ein junger Mann in Tanktop und mit Goldkette. Links von ihm steht ein Mann mit freiem Oberkörper und tief sitzender Hose - er hält seinen ausgestreckten Mittelfinger in die Kamera.

Der französische Präsident war auf die Karibikinsel Saint-Martin gereist, dort hatte vor einem Jahr der verheerende Hurrikan "Irma" gewütet. Macron traf sich von Kamerateams begleitet mit Einwohnern und sprach mit ihnen über ihre Lebensumstände und die Aufräumarbeiten. Dabei entstand besagtes Mittelfingerfoto. Es sorgt in Frankreich für Schlagzeilen.

"Wir sind sprachlos vor Empörung", schrieb die Rechtspopulistin Marine Le Pen auf Twitter. Es sei "unverzeihlich". "Frankreich hat das sicherlich nicht verdient."

Macron hingegen versuchte umgehend, die Polemik zu entschärfen. Er verteidigte sich auch gegen den Vorwurf, das Schicksal der Inselbewohner für Eigen-PR auszunutzen, und sagte, es gehe ihm darum, der Jugend zu helfen. Er liebe "jedes Kind der Republik, egal, welche Dummheiten es begeht", sagte Macron. Mit Blick auf Le Pens Äußerungen warnte er vor einem "Diskurs des Hasses".

Nach seinem Besuch auf Saint-Martin reiste Macron weiter auf die französische Karibikinsel Saint-Barthélemy. Auch sie war von dem schweren Hurrikan getroffen worden.

aar/AFP



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