Engagement für Homo-Ehe Lady Gaga lässt Vertrag platzen

Es sollte eine besondere Zusammenarbeit werden: Lady Gaga wollte eine Sonderedition ihres neuen Albums exklusiv bei einer US-Supermarktkette verkaufen. Doch nun hat der Weltstar den Deal platzen lassen - aus guten Gründen.

Reuters

New York - Sängerin Lady Gaga hat einen Vertrag mit einem Einzelhandelsgiganten aufgelöst - weil das Unternehmen Politiker unterstützt, die sich gegen Schwulenrechte einsetzen.

Eine Sprecherin der Sängerin teilte mit, die beiden Seiten hätten sich geeinigt, "die exklusive Partnerschaft zu beenden". Im Februar war angekündigt worden, eine Deluxe-Version des Albums "Born This Way", das am 23. Mai auf den Markt kommen soll, mit Bonusinhalten in den Target-Filialen anzubieten.

Der Grund für Lady Gagas Sinneswandel: Aktivisten für Homosexuellenrechte hatten Bedenken gegen die Zusammenarbeit geäußert. Target hatte Politiker finanziell unterstützt, die gegen die Schwulenehe sind. Nun sagte die Sängerin, ihre Kooperation mit der Supermarktkette sei an die Bedingung geknüpft gewesen, dass diese die Homosexuellenbewegung unterstütze und "Fehler" aus der Vergangenheit wieder gutmache.

Lady Gaga gilt als große Verfechterin von Homosexuellenrechten. Bei einem Termin in Buffalo ermutigte sie vor kurzem Fans, Mark Grisanti, den republikanischen Senator des Staates, aufzufordern, die Schwulenehe zu unterstützen.

Target teilte mit, man sei "sehr überrascht und enttäuscht". Laut der "New York Times" hat das Unternehmen in seiner Geschichte konservative politische Projekte unterstützt und ist dafür von Homosexuellengruppen kritisiert worden.

ulz/AP



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