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Enthüllungsbuch: Tom Cruise soll Scientology-Vizechef sein

Was er verfasst, sorgt für Zündstoff: Andrew Morton schrieb Skandalbücher über Prinzessin Diana, Madonna - und jetzt über Tom Cruise. Darin stellt er abenteuerliche Behauptungen auf wie die, dass der Hollywood-Star der zweitwichtigste Mann der Scientology-Sekte sei. Und Tochter Suri womöglich nicht sein leibliches Kind.

Hamburg - Das Buch heißt "Tom Cruise: An Unauthorized Biography", erscheint am 15. Januar auf dem amerikanischen Markt und sorgt schon jetzt für allerhand Aufregung. Britischen Medien zufolge soll Tom Cruise erbost sein und dem britischen Autor mit einer Millionen-Klage im dreistelligen Bereich gedroht haben.

Andrew Morton spart demnach kein Thema aus dem Leben des erfolgreichen US-Schauspielers aus. Sowohl die Ehe mit Nicole Kidman als auch seine Liebelei mit Penelope Cruz sollen an dem großen Thema im Leben des Stars gescheitert sein: Scientology, deren berühmtestes Mitglied Cruise seit Jahrzehnten ist.

Der umstrittene Biograf behauptet, Cruise sei in der Sekten-Hierarchie der zweitmächtigste Mann nach dem Führer David Miscavige und werde von ihm in alle Planungen der Organisation mit einbezogen. Nach Mortons Angaben soll der Sekten-Guru sogar mit Cruise und dessen Frau Katie Holmes in die Flitterwochen auf die Malediven gereist sein, schreibt der "Independent".

Etliche Anhänger von Scientology sollen erzählen, dass Holmes vor der Schwangerschaft gefrorenes Sperma des 1986 verstorbenen Scientology-Gründers L. Ron Hubbard eingesetzt wurde, spekuliert Morton in der Cruise-Biografie. Suri sei demnach allen Ernstes nicht das leibliche Kind des Hollywood-Stars.

Scientology-Chef Miscavige soll Cruise auch zur Trennung von seiner zweiten Ehefrau Nicole Kidman gedrängt haben. Die australische Schauspielerin hat sich seit der Scheidung nie zur Scientology-Mitgliedschaft ihres Ex-Mannes geäußert. Morton will natürlich den Grund dafür kennen: Die Sekte besitze angeblich Videos, auf denen Kidman über ihre sexuellen Fantasien plaudere. Sollte sie also irgendwann auf die Idee kommen, sich negativ über die Sekte zu äußern, würde entsprechendes Videomaterial in Umlauf gesetzt.

Cruise hat bislang alle Behauptungen aus dem Buch zurückgewiesen und plant rechtliche Schritte gegen Morton, berichtet der "Independent". Der Anwalt des Schauspielers, Bert Fields, sagte der "Mail on Sunday": "Das ist ein Bündel Lügen. Das Buch vermittelt den Eindruck, Scientology würde irgendwie seine Karriere beeinflussen. Ich vertrete ihn seit mehr als 20 Jahren und ich habe nie mit David Miscavige über das Geschäft gesprochen. Das Buch ist kaum recherchiert und schlecht geschrieben, und es befasst sich nicht wirklich mit Tom Cruise, sondern greift Scientology an."

Laut der britischen Zeitung "The Sun" plant der Schauspieler eine Verleumdungsklage einzureichen. Auch Scientology habe die Behauptungen vehement bestritten.

jjc

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