Erzbischof Gänswein als Coverboy: Der George Clooney des Petersdoms

Erzbischof Georg Gänswein, Privatsekretär von Benedikt XVI., ziert das Deckblatt der neuen Ausgabe der italienischen "Vanity Fair". Das Magazin präsentiert den Kirchenmann als Beau des Vatikan. Möglicherweise wird das Cover niemanden so überraschen, wie den "umwerfenden Georg" selbst.

Gänswein auf dem Titel der "Vanity Fair": "Es ist keine Sünde, schön zu sein" Fotos
REUTERS/ Vanity Fair

Rom - Eben noch befördert, nun schon auf dem Cover der italienischen "Vanity Fair": Erzbischof Georg Gänswein, der Privatsekretär von Benedikt XVI., ziert das Deckblatt der neuen Ausgabe des Magazins. Ab Mittwoch wird an italienischen Kiosken der "umwerfende Georg", wie ihn dortige Medien gerne nennen, aus den Regalen lächeln.

"Padre Georg - Es ist keine Sünde, schön zu sein" lautet die Titelzeile unter dem Porträt von Gänswein, es zeigt ihn mit stechend blauen Augen und grau meliertem Haar. Den " George Clooney des Petersdoms" nennt das Magazin Gänswein, dem es die Titelgeschichte widmet. Darin soll seine Beförderung zum Erzbischof und sein wachsender Einfluss innerhalb der Kirche gewürdigt werden.

Allein: Eine exklusive Aufnahme des Schönlings ist es nicht. Ein Sprecher von "Vanity Fair" sagte, Gänswein sei nicht interviewt worden, das Foto habe es bereits gegeben. Womöglich wird Gänswein selbst am meisten über das Cover überrascht sein.

Er arbeitete ab 1996 in der Glaubenskongregation und wurde dort persönlicher Sekretär von Kardinal Joseph Ratzinger. Er blieb an dessen Seite, auch nach der Papstwahl 2005. Im Dezember hatte ihn Benedikt XVI. zum Präfekten und zum Erzbischof ernannt.

bim

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