Familienbande Rod Stewart gab älteste Tochter zur Adoption frei

Über Jahrzehnte hatte Rod Stewart keinen Kontakt zu seiner ältesten Tochter, Sarah Streeter wuchs bei Adoptiveltern auf. Jetzt versuchte der Rockstar zu erklären, weshalb er sich damals dazu entschied, sein Kind nicht selbst großzuziehen.

REUTERS

London - Gerade wurde Rod Stewarts Sohn Sean in Kalifornien von einer Polizeistreife aufgegriffen. Der 30-Jährige war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Da es sich nicht um das erste Vergehen des Rockstar-Sprösslings handelte, entließ man ihn nur gegen eine Kaution von 40.000 Dollar in die Freiheit.

Kein Wunder also, dass Rod Stewart bei einem Besuch in der amerikanischen Talkshow "Joy Behar" lieber über seine älteste Tochter sprach. Doch auch diese Geschichte ist trotz des versöhnlichen Endes eine traurige.

Vor 46 Jahren hatte Stewart das Kind in die Welt gesetzt, das Mädchen namens Sarah wurde zur Adoption freigegeben. Seitdem hatte der Sänger kaum Kontakt zu ihr.

Stewart sagte, er sei damals zu arm gewesen, um seine Tochter großzuziehen. "Ich war 17 oder 18 und absolut pleite. Deshalb wurde sie zur Adoption freigegeben."

Mutter des Kinder war die damalige Kunststudentin Susanna Boffey. Die hatte noch ein paar Monate lang versucht, Sarah bei sich zu behalten, willigte dann aber schließlich doch in die Adoption ein.

Erst im Alter von 18 Jahren erfuhr Sarah Streeter, was sie mit Rod Stewart verbindet. "Ich hatte ein Poster von ihm an der Wand, weil ich ihn sexy fand, und dann erfuhr ich plötzlich, dass er mein Vater ist", sagte sie der britischen Tageszeitung "Daily Mail".

Doch der Kontakt blieb zunächst sporadisch, brach dann für weitere 20 Jahre komplett ab. Erst nach dem Tod ihrer Adoptivmutter vor drei Jahren kamen sich Tochter und Vater etwas näher.

Anfang Oktober dann stellte Rod Stewart auf einer Backstage-Party nach einem Konzert Streeter als seine älteste Tochter vor. "Ich habe mich nie wie ihr Vater gefühlt, weil ich sie nicht zur Schule gebracht und nicht ihre Windeln gewechselt habe, es war kein väterliches Gefühl da, aber jetzt versuche ich es", sagte der 65-Jährige jetzt der "Daily Mail".

Seine Tochter trägt ihm nichts nach. "Es gibt keinen Ärger. Ich war nie wirklich wütend über das, was passiert ist, sondern traurig", sagte Streeter. "Ich verstehe, dass es für ihn über die Jahre genauso schwierig war wie für mich. Jetzt beginnen wir ein neues Kapitel, und das ist wunderbar."

Der 65-jährige Stewart hat insgesamt sieben Kinder aus verschiedenen Beziehungen, seine Frau Penny Lancaster ist mit dem zweiten gemeinsamen Kind schwanger.

kng/dapd



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