Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Start der Berliner Fashion Week: Diese Trends kommen

Von

Model auf der Fashion Week: Die Show in Berlin beginnt Zur Großansicht
AP

Model auf der Fashion Week: Die Show in Berlin beginnt

Es geht wieder los! Zum Auftakt der Fashion Week in Berlin hat SPIEGEL ONLINE die prominentesten Designer Deutschlands befragt: Was wird in den kommenden Monaten Trend - und was sollten wir unbedingt vermeiden? Hier gibt's die Antworten von Hoschek, Kerner, Michalsky und Co.

Berlin - Mögen die Schauen beginnen! Die Berliner Fashion Week ist am Dienstag gestartet. Bis zum 17. Januar werden rund 50 Designer im Modezelt am Brandenburger Tor ihre neuesten Entwürfe für die kommende Herbst- und Wintersaison zeigen. Die Veranstalter rechnen mit 270.000 Besuchern in der Stadt.

Berlin hat es inzwischen anscheinend aufgegeben, den Modemetropolen London, New York oder Mailand hinterherzuhecheln. Zwar sind auch dieses Mal Welt-Labels wie Hugo Boss, Rena Lange oder Escada ferngeblieben, doch das Selbstbewusstsein der Berliner Modeszene hat das nicht geschwächt. Im Gegenteil: Auch ohne die ganz großen Namen hat sich die Modewoche einen Ruf erarbeitet - jung, kreativ, frisch.

Die traditionellen Laufstegschauen finden im Zelt am Brandenburger Tor statt. Unter anderem sind Kilian Kerner, Lena Hoschek und Marcel Ostertag wieder dabei, den Start macht erneut Hien Le. Zum Auftakt der Modewoche hat SPIEGEL ONLINE bei Deutschlands prominentesten Designern nachgefragt, was in den kommenden Monaten angesagt sein wird - und was wir am besten aus dem Kleiderschrank verbannen sollten. Wischen oder klicken Sie sich durch die Antworten.

Marie Staggat

Michalsky

Michael Michalsky, 46, ist einer der bekanntesten Designer Deutschlands. Er studierte Modedesign in London, arbeitete beim Jeanshersteller Levi Strauss und ab Ende der neunziger Jahre bei Adidas. Seit 2006 ist Michalsky selbständig, er entwirft Streetwear-Mode für Männer und Frauen. Michalsky arbeitete mit Tchibo zusammen, mit der Waschmittel-Firma Ariel, inzwischen gibt es auch Sneakers, Parfums und Sofas von ihm.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Michalsky ist die moderne, kosmopolitische Mode aus Berlin. Die Verbindung von klassischen Schnitten mit Streetwear-Einflüssen, schönen Details und hoher Qualität. Für die Frau geschmackvoll-sexy, für den Mann lässig-stilsicher.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Marlene Dietrich, denn sie war eine Stilikone. Leider wird dieser Wunsch unerfüllt bleiben.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Der Sommer 2014 wird modetechnisch leicht, weich und angenehm. Wir werden viele helle Stoffe sehen, Coral-Töne zum Beispiel und Pastellfarben. Absolut top und gefragt sind Sneakers für Männer und Frauen.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Bermuda-Shorts bei den Männern sind zu vermeiden. Die Damen sollten beim Make-up aufpassen. Zu viel Make-up verhindert die Leichtigkeit des Seins.

MICHALSKY

MICHALSKY

MICHALSKY

Lupi Spuma

Lena Hoschek

Weite Röcke, enge Oberteil, große Muster: Die österreichische Designerin Lena Hoschek, 32, ist bekannt für ihre Entwürfe im Stil der fünfziger Jahre. Die Schauspielerinnen Christina Hendricks und Sophia Loren sind Vorbild für ihre Arbeit. Hoschek hat an der Modeschule in Wien studiert und bei Vivienne Westwood gearbeitet. 2005 gründete sie ihr Label und eröffnete ihr eigenes Atelier in Graz - da war sie 24 Jahre alt. Seit 2010 zeigt Hoschek ihre Kollektionen auf der Berliner Fashion Week.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

In erster Linie ist meine Mode sehr feminin - ich liebe die Sanduhrsilhouette der vierziger, fünfziger und frühen sechziger Jahre. Hochwertige Materialien, beste Qualität, Handwerk und Produktion in Europa sind oberste Prämisse. Und meine Mode ist weitgehend geprägt von meiner unbändigen Leidenschaft für Blumenprints, Mustermix und Vintage-Einflüsse.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Am wichtigsten sind für uns die Chefredakteure der Fachpresse, erst dann kommen die Promis. Christiane Arp, Chefredakteurin der deutschen "Vogue", hat für mich definitiv einen anderen Stellenwert als ein Boris Becker.

Sonst besetze ich meine erste Reihe gerne mit Künstlern, die ich toll finde - zum Beispiel Arnim Teutoburg-Weiß (Frontman der Beatsteaks) oder Mitglieder der Band Rammstein.

Ich freue mich auch über TV-Gesichter wie Enie van de Meiklokjes oder Johanna Klum und natürlich über Kollegen und Freunde wie Marcel Ostertag.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Freuen Sie sich auf frühlingshafte Pastelltöne! Greifen Sie auch bei schlechtem Wetter zu hellen Farben und lebendigen Prints - das hebt automatisch die Stimmung. Diese Saison wird von femininen Looks dominiert, besonders stark sind Kleider im Fünfziger-Jahre-Stil.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Der Schmuddellook - Jogginghose, Jeans, T-Shirt - sollte zu Hause bleiben. Zollen Sie Ihrer Umwelt wieder ein bisschen mehr Respekt und kleiden Sie sich wieder eleganter.

Lupi Spuma

Lupi Spuma

Lupi Spuma

Frank Lübke

Marcel Ostertag

Seine Modenschauen eröffnet der Designer Marcel Ostertag schon mal selbst – in Kleid und Highheels stolzierte er bei der vergangenen Fashion Week über den Berliner Laufsteg. Geboren wurde Ostertag 1979 in Berchtesgaden, er studierte in München und am renommierten Londoner Central Saint Martins College of Art and Design - die Schule haben auch Größen wie Alexander McQueen, Stella McCartney und John Galliano absolviert. 2006 gründete Ostertag das nach ihm benannte Label. 2013 wurde er auf ProSieben zum "Fashion Hero" gekürt: Er gewann die von Claudia Schiffer moderierte Castingshow für Nachwuchsdesigner.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Glamour trifft auf Moderne, meine Kollektionen ziehen an und verkleiden nicht. Außerdem lege ich großen Wert auf Tragbarkeit und Komfort: Ich arbeite sehr gerne mit Kaschmir, Seide und Baumwolle. Ich liebe weiche Stoffqualitäten, die schmeicheln.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Schön fände ich natürlich einen Hollywood-Star, Tilda Swinton oder Cate Blanchett hätte ich gerne in der Front Row. Schöne, interessante Frauen, die Glamour nach Deutschland bringen.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Ein klassischer Trenchcoat wertet jeden Kleiderschrank auf. Er ist so vielseitig einsetzbar wie das kleine Schwarze: Er passt zum gemütlichen Outfit genauso wie zum Abendkleid.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Zu viel von allem ist immer schwierig. Zu viel Make-up, zu viel Glitzer, zu viele Trends. Oft ist weniger mehr.

Getty Images

Getty Images

Getty Images

Stefan Milev

Patrick Mohr

Obdachlose und Bodybuilder - Patrick Mohr, 33, sucht sich für die Präsentation seiner Kollektionen die ungewöhnlichsten Models aus, er gilt als Provokateur der Szene. Mohr hatte eine Schreinerlehre und drei Jahre als Model hinter sich, als er die Münchner Modeschule als Jahrgangsbester abschloss und anschließend in Kopenhagen für den Designer Henrik Vibskov arbeitete. 2008 gründete Mohr sein eigenes Label und entwirft seitdem mehr Kunst als alltagstaugliche Kleidung. Sein Markenzeichen ist das Dreieck.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Bei meinen Kreationen möchte ich nicht nur gesellschaftliche Normen sprengen, sondern auch die Grenzen zwischen tragbarer Mode und Kunst überschreiten. Im Zentrum steht für mich die Zukunftsutopie einer geschlechterunabhängigen Gesellschaft, die die Bedürfnisse jedes Einzelnen in das Zentrum rückt. Meine Entwürfe sind stets unangepasst, provokativ und geprägt durch zeitlose Eleganz.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Für mich geht es darum, dass jeder gleich behandelt wird und dieselben Rechte hat. Ich mache keine Unterschiede zwischen einer Anna Wintour oder einem Obdachlosen.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Meinen Ratschlag werde ich am 14. Januar auf der Fashion Week Berlin präsentieren. Es ist meine zehnte Show, und ich werde zehn Jacken aus unterschiedlichsten Materialien zeigen, im Zentrum steht dabei die Farbe Blau. Sie ist für mich eine große, viel zu selten erfüllte Liebe. Kaum eine Farbe reicht so stark von aggressiv über cool bis zur Harmonie - wie das Wesen des Menschen.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Die Menschen sollten schleunigst anfangen, andere nicht anhand von Statussymbolen einzuordnen oder aufgrund äußerer Erscheinungsmerkmale abzustempeln. Jeder Mensch ist einzigartig und hat es verdient, geliebt zu werden.

Corina Lecca

Patrick Mohr/ Corina Lecca

Patrick Mohr

Michael Link

Anja Gockel

Die Mainzerin Anja Gockel, 45, studierte an Modeschulen in Hamburg und London, anschließend arbeitete sie für die britische Design-Ikone Vivienne Westwood. 1996 gründete Gockel in London ihr Label für Damenmode. Zu ihren Kundinnen zählen Nadja Auermann, Marietta Slomka, Gwyneth Paltrow und Königin Silvia von Schweden. Immer wieder hat Gockel den Magertrend in der Modebranche kritisiert, im vergangenen Jahr zeigte sie in Berlin erstmals ihre Plus-Size-Entwürfe.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Meine Mode ist magisch, phantasievoll, lebensfroh und sinnlich. Die femininen Schnitte schmeicheln der Trägerin und unterstreichen ihre Schönheit. Feinste Materialien (Seide und Kaschmir) und beste Verarbeitung "made in Germany" garantieren Luxus für den Alltag.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Frauen wie Julia Roberts, Meryl Streep, Salma Hayek und Iris Berben - erwachsene Frauen mit Stil und Charakter.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Geometrische Kontraste in Kombination mit fragilen Blumenmustern, temperamentvoll, verspielt und klar zugleich. Die Frau steht im Spannungsfeld von Coolness und femininer Sinnlichkeit.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Alles, was uns nicht schön macht.

Anja Gockel

Anja Gockel

Anja Gockel

Marius Uhlig

Kilian Kerner

Schon seit dem Sommer 2008 ist Kilian Kerner regelmäßig auf der Berliner Fashion Week vertreten, im vergangenen September präsentierte er seine Entwürfe erstmals während der Londoner Modewoche. Geboren wurde Kerner 1979 in Köln, er studierte Schauspiel, bevor er 2004 sein Label gründete. Eine Ausbildung zum Designer hat er nie gemacht.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Sie entsteht emotional. Sie ist modern und zeitlos tragbar. Klassisch und detailverliebt.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Auch in diesem Jahr werden meine Lieblingsladys kommen, mit denen ich schon lange zusammenarbeite: Karoline Herfurth, Anna Maria Mühe, Franziska Knuppe, Alina Levshin und wohl auch das erste Mal Max Riemelt. Darüber freue ich mich sehr.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Auf jeden Fall dicke schwere Mäntel und große Strickschals.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Die goldene Regel: Ziehe nur das an, was zu dir passt. Alles andere sollte man immer versuchen zu umgehen.

Getty Images

Getty Images

Getty Images

Peter Rigaud

Leyla Piedayesh

Leyla Piedayesh war neun Jahre alt, als sie mit ihren Eltern aus Iran nach Deutschland kam. Sie studierte BWL und arbeitete für verschiedene TV-Sender. 2003 sah sie auf einem Flohmarkt selbstgestrickte Pulswärmer, wenige Monate später war ihre erste Strickkollektion fertig. 2005 gründete Piedayesh, Spitzname Lala, ihr Label. Sie ist international erfolgreich.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Meine Mode ist liebevoll und unbeschwert, vor allem aber auch modern, zeitgemäß und unkompliziert. Ich achte immer auf hochwertige Materialien: Im Sommer ist das natürlich Seide, im Winter viel Kaschmir und Merino. Mir geht es auch immer um eine gewisse Attitude und Lässigkeit, daher ist die Silhouette immer locker - die Frau, die sie trägt, soll sich selbstbewusst und gut darin fühlen.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Meine Lieblingspromis sitzen schon bei uns in der ersten Reihe: Heike Makatsch, Nora von Waldstätten und Fritzi Haberlandt sind großartige Schauspielerinnen mit tollem Look - ich freue mich sehr, dass sie uns wieder beehren. Aber auch über Künstler wie Martin Eder oder Lars Eidinger freue ich mich unendlich.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Seidentops in allen Formen, mit ausdrucksstarken Prints und vor allem in Pastelltönen wie Nude und sanftem Rosé. Auch ein wichtiges Thema sind Jacquardmuster auf Oversize-Sweatern und lange Mäntel mit gemischten Stricktechniken. Riesige Bermudas (knielange weite Shorts) und Hosenröcke kommen in Farben wie weiß oder in ungewöhnlichen Materialien wie Leder.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Anything goes. Außer Schönheits-OPs.

LALA Berlin

LALA Berlin

LALA Berlin

Christoph Mack

Hien Le

Auch diesmal wird Hien Le mit seiner Schau die Berliner Modewoche eröffnen. Le wurde in Laos geboren, machte eine Schneiderlehre, studierte Modedesign und arbeitete zwei Jahre lang in einer Berliner PR-Agentur. Im Mai 2010 gründete er sein eigenes Label, ein Jahr später zeigte er seine Entwürfe zum ersten Mal auf der Berliner Fashion Week. Er gilt als Purist der Modebranche.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Meine Mode steht für gradlinige, klare Schnitte und gedeckte Farben. Gemixt wird sie mit einem Signature Print, also einem charakteristischen Druck, den ich jede Saison neu entwerfe. In der vergangenen Saison war der Print von Libellenflügeln inspiriert, in der kommenden wird es ein wenig dezenter: Ich habe mich von moderner Architektur inspirieren lassen.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Jessica Schwarz meine Show besuchen würde. Bei der letzten Bambi-Verleihung trug sie schon einen Komplettlook unserer Frühjahrs- und Sommerkollektion 2014. International sehr gerne Marine Vacth. Beide Frauen sind großartige Schauspielerinnen und haben einen Sinn für Stil und Zeitgeist.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Die nächsten Wochen werden bei uns sicherlich noch kalt, daher meine Must-haves: dicke Wollsocken für warme Füße und obenrum viel Cashmere.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Für mich gibt es kein No-Go. Jeder sollte das tragen, wonach ihm ist: Erlaubt ist, was gefällt. Wichtig ist doch, dass man sich selbst darin wohlfühlt. Ob's dann anderen gefällt? Ist egal, das muss es ja nicht.

Patrick Houi

Patrick Houi

Patrick Houi

Bernhard Musil

Marina Hoermanseder

Leder, Schnallen, Prothesen: Mit ihren extravaganten Entwürfen hat die französisch-österreichische Designerin Marina Hoermanseder schon das Interesse von Lady Gaga geweckt. Jetzt ist sie erstmals auf der Fashion Week dabei. Hoermanseder studierte BWL und lernte Design in Berlin, London und während eines Praktikums bei Alexander McQueen. 2013 gründete sie ihr Label.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Mein Design ist ein Zusammenspiel meiner Wurzeln und meiner Liebe zum Material. Französische Eleganz kombiniert mit österreichischem Sinn für Handwerk und Präzision. Eine gelungene Balance zwischen Avantgarde, Fetisch und High Fashion.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Im Zuge meiner Zusammenarbeit mit Lady Gaga habe ich sie zur Show eingeladen. Ich hoffe noch, aber ich fürchte, ihr Terminkalender wird zu voll sein, um zu kommen. Vor allem freue ich mich über all diejenigen in der ersten Reihe, die meinen Erfolg ausmachen - jene, die gerne darüber schreiben, und jene, die meine Mode gerne tragen werden.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Beerentöne. Außerdem wird der sportliche Stil durch weibliche Eleganz verdrängt. Der Bleistiftrock löst die Skinny Jeans ab. Edle Materialien werden wieder bevorzugt.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Creepers sind mittlerweile nicht mehr mein Favorit an den Füßen. Übertriebenes Styling und Make-up sind auch nicht mehr angebracht. Understatement ist angesagt.

Bernhard Musil

Bernhard Musil

Bernhard Musil

Rosa Merk

Augustin Teboul

Annelie Augustin und Odély Teboul bilden das Designerduo Augustin Teboul. Die Frauen haben ihr Studium in Paris mit Auszeichnung abgeschlossen und 2010 ihr Label gegründet. Bei ihren Kollektionen experimentieren sie mit verschiedenen Materialen, die sind allerdings immer in Schwarz gehalten.

In drei Sätzen: Was macht Ihre Mode aus?

Unsere Kollektionen bewegen sich zwischen Ready-to-Wear und Haute Couture, wir versuchen, kreativ zu sein und trotzdem tragbare Stücke zu kreieren. Dafür arbeiten wir mit traditioneller Handwerkskunst und verbinden diese mit einer sehr modernen und zeitlosen Silhouette. Kurz: Augustin Teboul ist zeitlos, elegant, feminin, modern, Couture und Rock'n'Roll.

Welche Prominenten wünschen Sie sich in der ersten Reihe, wenn Sie Ihre Kollektion zeigen - und warum?

Da unsere Fashion Show bisher immer Installationen waren, gibt es keine "Front Row". Aber es ist immer etwas Besonderes, wenn Prominente unsere Kleider tragen - wie zum Beispiel Beth Ditto, Miranda Kerr, Cher und Madonna. Wenn eine von ihnen zu unserer Show kommen würde, wäre das toll.

Ihr Ratschlag für die kommenden Wochen und Monate: Was wird Trend?

Schwarz ist zeitlos, elegant, modern und essentiell.

Und was sollten wir unbedingt vermeiden?

Für uns gibt es keine No-Gos.

Stephan Milev

Stephan Milev

Stephan Milev

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Was meiden?
BettyB. 14.01.2014
Nun ja. Hoschek, Kerner und Michalsky zu allererst...
2.
nicosx 14.01.2014
Haha, die "Berliner" Modeszene oszilliert wieder um sich selbst. Dumm nur, dass dieses "Event" in Mailand, Paris oder New York keinen Rattenschwanz interessiert.
3. Gott sei Dank
bayernmuenchen 14.01.2014
interessiert es international keinen A..., was die da in Berlin vorführen
4. Ich
endstadium73 14.01.2014
fühle mich jetzt schon schlecht, wenn ich daran denke, dass ich auch zukünftig meine alte Jeans tragen werde. Von den Oberteilen ganz zu schweigen...
5. sicher?
seneca007 14.01.2014
Zitat von nicosxHaha, die "Berliner" Modeszene oszilliert wieder um sich selbst. Dumm nur, dass dieses "Event" in Mailand, Paris oder New York keinen Rattenschwanz interessiert.
sind sie sicher? berlin gehört zu den top 5 mode-städten in der welt, wie jüngst sogar lagerfeld zugegeben hat... natürlich mit anderen schwerpunkten...
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH