Filmstar: Emma Watson und ihr Problem mit Männern

Sie wollte ein normales Leben, studieren wie viele andere junge Menschen auch - doch das war wohl eine Illusion. "Ich habe mir etwas vorgemacht", sagt Schauspielerin Emma Watson. Sie sei nunmal ein Star. Und der Ruhm erschwere ihr Verhältnis zum anderen Geschlecht.

Emma Watson: Freud und Leid eines Stars
Fotos
REUTERS

Hamburg - Viel wurde gerätselt über ihren plötzlichen Rückzug von der Universität Brown, sogar über Mobbing wurde in den USA spekuliert. Doch damit habe ihre Entscheidung nichts zu tun gehabt, beteuerte Emma Watson nun in einem Gespräch mit der "Sunday Times". Die Spekulationen hätten sie sehr traurig gemacht, so Watson. Es habe keine Schikanierungen gegeben.

"Ich habe eine Party für fast hundert Studenten geschmissen und niemand hat ein Foto auf Facebook veröffentlicht", sagte Watson. Außerdem habe sie schon als Neunjährige mit der Öffentlichkeit zu tun gehabt. "Wenn ich es nicht mal aushalten könnte, dass ein paar Leute mir Schwierigkeiten machen, wäre das wirklich ein bisschen erbärmlich."

Die Gründe für die Uni-Auszeit seien andere gewesen. "Ich habe mir etwas vorgemacht", so die 21-Jährige. "Ich wollte so tun, als ob ich nicht berühmt bin." Sie habe Normalität gesucht. "Aber ich muss akzeptieren, wer ich bin, in welcher Position ich bin, und was bisher geschehen ist."

Emma Watson wurde mit den "Harry Potter"-Filmen weltberühmt. Das Kinderstar-Image hat sie jedoch längst hinter sich gelassen und gilt inzwischen sogar als Stilikone. Trotz alledem würden Männer sie nicht gerade verfolgen, erzählt die Schauspielerin.

"Ich frage meine Freunde: 'Warum hat XY nicht angerufen? Warum will mich niemand erobern?'", so Watson. Ihre Freunde hätten geantwortet: "Wahrscheinlich sind sie eingeschüchtert." Der Ruhm müsse Schuld sein, so Watson. "Es muss an dem ganzen Zirkus liegen, der um mich herum passiert." Sie selbst könne nicht glauben, dass sie einschüchternd wirke.

Sie höre auch häufig schlechte Anmachsprüche. Männer fragten sie zum Beispiel in Anspielung auf die Filme über den Zauberlehrling: "Wo ist Harry? Wo ist Ron?" Und das ist offenbar noch die nette Variante. "Sie wissen ganz genau, wer ich bin. Aber sie fragen 'Wie läuft's mit den Narnia-Filmen?'", schilderte Watson ihr Leid. Sie sei derzeit Single, sagte sie dann nach einer kurzen Pause.

Was sollen die Männer also tun? "Mein Gott", sagt Watson, "sie sollen mutig sein."

hut

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  • Mittwoch, 08.06.2011 – 14:57 Uhr
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