Madrid - Wie das spanische Königshaus am Dienstag mitteilte, sollen die staatlichen Zuwendungen für Juan Carlos um 7,1 Prozent gekürzt werden. Dies entspreche jährlichen Gehaltseinbußen von 20.910 Euro. Auch das Jahresgehalt von Kronprinz Felipe wird demnach um 10.455 Euro gekürzt.
Zwar erhalten die übrigen Mitglieder des Königshauses keine Gehälter. Aber sie beziehen Aufwandsentschädigungen für die Wahrnehmung repräsentativer Pflichten. Laut Angaben des Königshauses sollen auch diese in Zukunft geringer ausfallen.
Um die Wirtschaftskrise in Spanien zu bekämpfen, hat die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy mehrere Sparpakete aufgelegt, die unter anderem Kürzungen bei den Bezügen von Beamten vorsehen.
Grund für ein wenig Zurückhaltung hat der leidenschaftliche Segler und Funkamateur Juan Carlos allemal: Er war unlängst scharf dafür kritisiert worden, dass er in Botswana an einer so kostspieligen wie überflüssigen Elefanten-Jagd teilnahm, während seine Landsleute mit den Folgen der Krise zu kämpfen haben.
Obwohl der Monarch Ehrenpräsident der spanischen Sektion des WWF ist, machte er bisher aus seiner Vorliebe zur Jagd kein Hehl. 2004 nahm er in Rumänien an einer Jagd teil, bei der neun Bären erlegt wurden. Inzwischen hat er sich für sein Verhalten entschuldigt und angekündigt, dass so etwas nicht mehr vorkommen werde.
ala/dpa/AFP
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