Fotografen auf der Flucht Julia Roberts jagt Paparazzi

Die Reporter wollten ein Bild, Frau Roberts ihre Ruhe: Weil sensationslüsterne Fotografen ihr vor einer Schule auflauerten, drehte die Hollywood-Schönheit den Spieß um - und nahm per Geländewagen die Verfolgung der lästigen Paparazzi auf.


Los Angeles - Die US-Sendung "Inside Edition" zeigte gestern Videoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie die 40-Jährige in ihrem Mercedes hinter einem Auto mit Paparazzi herfährt. Sie hupt und fordert die Fotografen mit eindringlichen Gesten auf, an den Straßenrand zu fahren.

Dort fordert die Oscar-Gewinnerin die Reporter wütend auf, eine laufende Videokamera auszuschalten: "Machen Sie das aus!", sagt Roberts. "Ich möchte mit ihnen darüber reden, dass Sie sich in der Nähe einer Schule befinden, wo Kinder hingehen."

Der Vorfall ist nur der letzte in einer Reihe von Fällen, in denen Prominente sich vehement gegen die Verfolgung durch Paparazzi wehren. Nicole Kidman hatte erst kürzlich vor einem Gericht in Sydney die Panik beschrieben, die sie ergriff, als sie von Fotografen im Auto verfolgt wurde, die "wie die Verrückten" rote Ampeln und den Mittelstreifen überfuhren. Sie habe große Angst vor einem Unfall gehabt und sei in Tränen aufgelöst gewesen, sagte die Schauspielerin.

US-Schauspieler George Clooney kritisierte vergangene Woche die Praktiken der "Kopfgeldjäger", die auf ihrer Jagd nach Promi-Fotos nicht nur Gesetze brächen, sondern auch die Sicherheit Unbeteiligter gefährdeten. "Sie versuchen nicht, mich bei etwas Dummem zu erwischen - sie versuchen, mich dazu zu bringen etwas Dummes zu tun", empörte sich der Hollywood-Beau. Man könne nicht Gesetze brechen und dann mit der Entschuldigung kommen: "Ich mache doch nur meinen Job."

ala/AFP



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