Paris - Ein Interview-Mitschnitt von Frankreichs glamouröser Ex-Ministerin Rachida Dati sorgt in Frankreich für Heiterkeit. Die ehemalige Justizministerin hat sich einen peinlichen Versprecher geleistet - und Inflation mit Fellatio, einer Form von Oralsex, verwechselt.
Die Europaabgeordnete ließ sich über ausländische Investmentfonds aus und sagte dann: "Wenn ich sehe, dass manche von ihnen eine Rentabilität von 20 bis 25 Prozent fordern, und das bei einer mickrigen Fellatio..." Dati fiel ihr Versprecher zunächst nicht auf. Auch die Journalistin, die sie am Sonntag für den Sender Canal+ interviewte, zeigte keine Regung. Im Französischen klingen "fellation" für Oralsex und "inflation" ähnlich.
Das Video verbreitete sich anschließend schnell im Internet. Zahlreiche französische Medien veröffentlichen einen entsprechenden Link. Dati reagierte ebenfalls per Internet und erklärte auf ihrem Facebook-Profil, dass es jedem passieren könne, zu schnell zu sprechen. Es sei enttäuschend, dass dies alles sei, was von ihrer politischen Botschaft übrig bleibe.
Dati galt aufgrund ihrer nordafrikanischen Wurzeln eine Weile als Aushängeschild des Kabinetts und als Lieblingsministerin von Präsident Nicolas Sarkozy, der sie auf zahlreiche Reisen mitnahm. Die Tochter einer Einwandererfamilie machte aber schnell durch ihren autoritären Führungsstil und ihren Hang zum Luxus von sich reden und fiel bei Sarkozy in Ungnade. Seit Sommer 2009 ist sie Abgeordnete im Europaparlament.
wit/dpa/AFP
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