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Geißen in Gefahr: Brigitte Bardot bläst zum Zicken-Alarm

Eine Herde wild umherstreifender Ziegen bekommt derzeit populäre Unterstützung: Weil südfranzösische Ordnungshüter die verwahrlosten Geißen partout töten wollen, hat Filmlegende Brigitte Bardot den "bewaffneten Kommandos" den Krieg erklärt.

Brigitte Bardot: "Bewaffneter Angriff auf friedliche Ziegen" Fotos
AFP

Marseille - Brigitte Bardot, in die Jahre gekommener Superstar und notorische Tierschützerin, wetzt mal wieder die Krallen: Weil die Behörden im südfranzösischen Bouches du Rhône unbedingt herumstreunende Ziegen erschießen wollen, hat sie beschlossen, sich der armen Tiere anzunehmen.

"Es ist lächerlich und fehl am Platz, bewaffnete Kommandos (...) zum Angriff auf friedliche Ziegen zu schicken", schrieb Bardot an den südfranzösischen Verwaltungsbezirk Bouches du Rhône. Der oberste Beamte des Bezirks hatte beschlossen, sämtliche Ziegen zu töten, weil diese verwahrlost seien und damit eine Gefahr für andere Tiere darstellten. Auch steige das Unfallrisiko auf der nahegelegenen Autobahn A55 durch die Anwesenheit der Tiere, versicherte ein Sprecher der Präfektur.

Die weltbekannte Schauspielerin der fünfziger und sechziger Jahre reagierte entsetzt auf die Ankündigung. "Dass ist doch keine Regulierung mehr, sondern reine Ausrottung", wetterte die Diva. Ihre Stiftung werde sich um die Ziegen kümmern, bot Bardot an. Bis dahin solle die Präfektur die rund sechzig Tiere aber bitte isolieren.

Die 76-jährige Bardot war durch Filme wie "... und ewig lockt das Weib" sowie "Die Verachtung" berühmt geworden. Sie zog sich noch vor ihrem 40. Geburtstag aus dem Filmgeschäft zurück und engagiert sich seitdem für den Tierschutz.

ala/AFP

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