Ring nicht versteuert Clooney-Verlobter droht Nachzahlung von 90.000 Pfund

415.000 Pfund soll George Clooney für den Verlobungsring für seine Freundin ausgegeben haben - doch das Schmuckstück könnte noch deutlich teurer werden. Amal Alamuddin soll den Ring am Flughafen von London nicht versteuert haben.

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London - Ziemlich unprätentiös kam Amal Alamuddin vor wenigen Tagen am Londoner Flughafen an: Zerschlissene, weit sitzende Jeans, derbe Boots und ein beigefarbener Cardigan. Nur an ihrem linken Ringfinger war zu erkennen, dass sie mit einem der begehrtesten - und bestverdienenden - Hollywood-Schauspieler verlobt ist. An der Hand trug sie einen siebenkarätigen Diamanten im Smaragdschliff, für den ihr zukünftiger Ehemann George Clooney mehr als 400.000 Pfund ausgegeben haben soll. Doch der Ring könnte nun noch deutlich teurer werden.

Die britische Menschenrechtsanwältin soll das Accessoire bei der Ankunft in London nicht versteuert haben, berichtet "The Telegraph". Eigentlich muss jedes Schmuckstück, das mehr als 390 Pfund wert ist und von außerhalb der EU nach Großbritannien gebracht wird, noch am Flughafen deklariert werden. Alamuddin kam laut "Daily Mail" gerade aus Miami zurück. Demnach wären 2,5 Prozent des Wertes des Rings fällig, plus noch einmal 20 Prozent Einfuhrumsatzsteuer - insgesamt kommt die Zeitung so auf 93.577 Pfund.

Wollte sich die Verlobte des Hollywoodstars um die Extrakosten drücken? Weder der Sprecher von Alamuddin noch jener von Clooney wollten sich den britischen Zeitungen gegenüber zu dem Vorfall äußern. Auch sei nicht klar, ob die 36-Jährige den Ring im Nachhinein in London versteuert habe, schrieb der "Telegraph".

Clooney und Alamuddin zeigten sich laut "People" erstmals im Oktober gemeinsam in London. Seitdem seien die beiden in New York und auf Reisen wie etwa nach Tansania und auf die Seychellen gesehen worden. Alamuddin arbeitet seit 2010 für die Londoner Anwaltskanzlei Doughty Street Chambers. Sie beriet schon eine Reihe prominenter Klienten, so etwa den früheren UNO-Generalsekretär Kofi Annan, die frühere ukrainische Premierministerin Julia Timoschenko und WikiLeaks-Gründer Julian Assange.

Sollten die Berichte über die Nachzahlung zutreffen, wäre die Verlobte des berühmten Ehemuffels in guter Promi-Gesellschaft: Victoria Beckham musste 1998 knapp 3000 Pfund nachzahlen, nachdem sie den Verlobungsring für ihren späteren Ehemann David nicht dem Zoll offenbart hatte.

vks

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Seite 1
franko_potente 26.05.2014
1.
Zitat von sysopGetty Images415.000 Pfund soll George Clooney für den Verlobungsring für seine Freundin ausgegeben haben - doch das Schmuckstück könnte noch deutlich teurer werden. Amal Alamuddin soll den Ring am Flughafen von London nicht versteuert haben. http://www.spiegel.de/panorama/leute/george-clooney-und-amal-alamuddin-verlobungsring-nicht-versteuert-a-971700.html
Tja vielleicht ist dieses Steuergesetz auch einfach nur völliger Unsinn. Einen Verlobungsring versteuern zu müssen?! Wie wärs denn mit "Nachversteuerung", wenn die Ehe nicht binnne 24Monaten geschlossen wird.
westerwäller 26.05.2014
2. "Schatz, ich muss die Verlobung lösen!"
"Warum denn das?" "Ich kann mir die Steuer dafür nicht leisten..."
borisHB 26.05.2014
3. Droht nicht
Ich fände es erfreulich, wenn mir eine Nachzahlung von 90.000 Pfund "drohen" würde. Oder ist hier doch von einer Nachforderung die Rede? Die Nuancen im Deutschen sind nicht jedermanns Sache ...
vantast64 26.05.2014
4. Das sollte eine Warnung für George sein:
er sollte besser nicht heiraten, das könnte ihn arm machen, denn er heiratet nicht nur die Frau, sondern auch die Justizbürokratie. Die Juristen feixen gewiß schon. War leider selber verheiratet, Scheidungen sind das Brot- und Buttergeschäft für Juristen. Diese Burschen haben teilweise sogar meine Rente enteignet, obwohl die Frau absolut nichts damit zu tun hatte. Was für alberne Gesetze!
spiegelleser987 26.05.2014
5. schon Einstein ....
Zitat von sysopGetty Images415.000 Pfund soll George Clooney für den Verlobungsring für seine Freundin ausgegeben haben - doch das Schmuckstück könnte noch deutlich teurer werden. Amal Alamuddin soll den Ring am Flughafen von London nicht versteuert haben. http://www.spiegel.de/panorama/leute/george-clooney-und-amal-alamuddin-verlobungsring-nicht-versteuert-a-971700.html
Woher weiß der Zoll auf dem Flughafen, dass die den Ring nicht schon hatte? Haben die von der NSA ein Foto bei der Hin- und Rückreise machen lassen? Ich denke gerade an irgendeine TV-Sendung vergangener Woche (ich glaube das war bei Lanz). Da hat sich jemand die Nase im Ausland neu gestalten lassen. Das kostete nur ein paar Tausend Euro. In Deutschland wäre es um ein Vielfaches teurer gewesen. Auf die Frage, ob sie dafür Zoll und Steuern bezahlt hat, antwortete sie mit "Nein". Steuerrecht ist kompliziert. Schon Einstein sagte: „Um eine Einkommensteuererklärung abgeben zu können, muss man Philosoph sein; es ist zu schwierig für einen Mathematiker.“
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