Ärger über Erinnerungsstücke für George Michael Gedenken am Gartenzaun

Die Trauer um den 2016 gestorbenen George Michael ist unter Fans noch immer groß. Von den ganzen Blumen und Bärchen für den britischen Popstar hat die Familie aber genug - und einen Aufruf gestartet.

NEIL HALL/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Fast eineinhalb Jahre ist der britische Sänger George Michael bereits tot, doch noch immer kommen zahlreiche Fans zu seinen zwei Wohnhäusern und legen Blumen, Bilder und Stofftiere ab. Sie installieren mitunter ganze Gedenkschreine, auch die grasbewachsene Fläche gegenüber dem Haus in London ist vollgestellt. Die Familie des einstigen "Wham!"-Sängers ("Last Christmas") hat davon nun genug.

"Eure ganzen Ehrungen und Beileidsbekundungen an den einzig wahren George haben uns sehr berührt", schreiben Michaels Vater, seine Schwestern und sein Freund David Austin in einem Blogbeitrag. "Sie erinnern uns daran, wie sehr George vermisst und geliebt wird." Allerdings könnten sie von ihren Nachbarn in der Londoner Gegend Highgate und im Dutzende Kilometer entfernten Goring-on-Thames in der Grafschaft Oxfordshire nicht erwarten, all das weiter hinzunehmen.

Die Familie bittet die Fans, die Erinnerungsstücke an George Michael bis zum letzten Mai-Wochenende zu entfernen. Der im Dezember 2016 gestorbene Sänger habe sehr viel Wert auf seine Privatsphäre gelegt, schreibt sie. "Seine Häuser waren wahre Zufluchtsorte (typisch Krebs!) für ihn und schließlich wissen wir, dass er es nicht gewollt hätte, die stille und von ihm geliebte Nachbarschaft zu stören." Der Popstar war im März 2017 im engsten Familienkreis beigesetzt worden.

George Michael, der mit Andrew Ridgeley Ohrwürmer wie "Wake Me Up Before You Go-Go" schuf, wurde nur 53 Jahre alt. Er war leblos am ersten Weihnachtstag 2016 in seinem Anwesen in Goring-on-Thames entdeckt worden. Einer Obduktion zufolge starb er an einer Herzmuskelerkrankung und an Verfettung der Leber. Ein Fremdverschulden wurde nicht festgestellt.

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Richtige Trauer um Poptitan: "Was hätte wohl George getan?"

Für all jene, die auch weiter ihre Trauer ausdrücken wollen, hat George Michaels Familie einen Rat: Statt Blumen und Bilderrahmen zu kaufen, könnten Fans für eines von George Michaels bevorzugten Wohltätigkeitsprojekten spenden. Oder sie könnten ihre Herzlichkeit einfach auf eine andere Art ausdrücken.

"Immer wenn wir uns entscheiden müssen, fragen wir uns, was hätte wohl George getan", schreibt die Familie. Das dürfte auch als Rat für die Fans gemeint sein.

apr

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