Geplatzte Hochzeit Ernie und Bert dürfen nicht heiraten

Sie wohnen zusammen in der Sesamstraße 123, und das schon seit 40 Jahren: Ernie und Bert sind so etwas wie Lebenspartner. Warum also nicht heiraten, dachten sich Schwulenrechtler und starteten eine Petition. Doch die Macher der Kindersendung reagierten recht unromantisch.

DPA

Hamburg - Das Zusammenleben von Bert und Ernie erfüllt eigentlich alle Kriterien einer waschechten Ehe: Sie schlafen nebeneinander, haben einen gemeinsamen Freundeskreis, streiten sich oft, sind selten einer Meinung, lassen es jedoch nie so weit kommen, dass eine Trennung bevorstünde.

Was wäre das für ein Fest, würden die beiden Hochzeit feiern: Kein Star könnte es sich leisten, nicht dabei zu sein, TV-Sender würden weltweit live berichten, was ein Fest. Das dachten sich wohl auch ein paar Schwulenrechtler in den USA: Sie starteten auf der Seite change.org eine Petition, in der sie die Hochzeit forderten. Es sollte ein Zeichen sein gegen Homophobie und für die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben.

Rund 7000 Menschen haben die Petition unterzeichnet, auch die Facebook-Seite der Kampagne findet viele Unterstützer. Doch nun gaben die Macher der Sesamstraße den Aktivisten einen Korb: "Bert und Ernie sind beste Freunde", heißt es in einer Stellungnahme der Organisation "Sesame Workshop". "Sie wurden geschaffen, um kleinen Kindern beizubringen, dass Leute gute Freunde sein können, auch wenn sie sehr unterschiedlich sind."

Das habe mit menschlicher Liebe nichts zu tun: "Auch wenn sie als männliche Figuren wahrgenommen werden und viele menschliche Züge haben, bleiben sie Puppen und haben keine sexuelle Ausrichtung."

bim

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