Gigi Hadid mit Kopftuch "Das bedeutet mir alles"

Auf dem Cover der ersten "Vogue Arabia" posiert Gigi Hadid mit Kopftuch. Im Netz herrscht Freude, aber mancher Nutzer fragt auch: Warum schafft es kein arabisches Model auf den Titel?

Vogue/ Inez and Vinoodh

Langweilig ist dieses Kopftuch sicher nicht. In bunten Farben strahlt die Kopfbedeckung, die sich Gigi Hadid um das Haupt geschlungen hat. Für ihren Auftritt als erstes Covermodel der "Vogue Arabia".

Auf ihrer Instagram-Seite zeigt das Model einen weiteren Cover-Entwurf und schrieb dazu: "Als Halb-Palästinenserin bedeutet mir das alles, auf dem ersten Cover der 'Vogue Arabia' zu sein." Hadids Mutter ist gebürtige Niederländerin, ihr Vater hat palästinensische Wurzeln.

Wie die BBC berichtet, wurden von der ersten Ausgabe des Magazins zwei Versionen produziert - eine auf Englisch, eine in Arabisch. "Das Wunderbare an den internationalen 'Vogues' ist, dass wir als Modegemeinschaft verschiedene Kulturen feiern und mit der Welt teilen können", schrieb Hadid.

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"Vogue Arabia": Gigi Hadid als Covergirl mit Kopftuch

Saudi-Prinzessin Deena Aljuhani Abulaziz wurde laut BBC zur Chefredakteurin ernannt. Sie sagte demnach, mit einem Bild spreche Hadid mit mehr als tausend Worten zu der Region, die so lange auf die Stimme der Modezeitschrift gewartet habe.

Dem glühenden Enthusiasmus der Macher stehen aber auch kritische Stimmen gegenüber. "Solch ein herrliches Bild, obwohl ich wünschte, sie hätten ein arabisches Model genommen - diese Mädchen sind so schön", schrieb ein Follower unter Hadids Post. Ein anderer sagte laut BBC: "Habe so lange darauf gewartet. Vielleicht gebt ihr arabischen Models mal eine Chance, wie es 'Harper's Bazaar' getan hat."

Im vergangenen Monat hatte sich Hadids Kollegin Karlie Kloss auf Twitter nach einem Fotoshooting für "Vogue" entschuldigt, bei dem sie als Geisha kostümiert worden war. "Diese Fotos zeigen eine Kultur, die nicht meine eigene ist", schrieb Kloss. "Es tut mir sehr leid, dass ich an einem Shooting teilgenommen habe, das nicht sensibel für Kultur war."

cnn



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