TV-Serie "Girls": Das Urteil der Feministinnen

Diskussion zum Staffelfinale: Zu viel Sex bei "Girls"? Fotos
REUTERS

Eine Serie von Frauen, für Frauen, mit Frauen: "Girls" ist das modernere, dreckigere "Sex and the City". In den USA lief gerade das Finale der zweiten Staffel - und Feministinnen streiten. Kann es zu viel Sex im TV geben?

Hamburg - Zumindest darüber gibt es keine geteilten Meinungen: Bei "Girls" geht es um Sex. Viel Sex. Im Zentrum der TV-Serie stehen vier Frauen Mitte 20, und sie alle haben Spaß an und mit Männern. Vor allem Protagonistin Hannah ist häufig nackt zu sehen. Gespielt wird sie von Lena Dunham - die zugleich die Erfinderin, Drehbuchschreiberin und Produzentin der Erfolgsserie ist. In Hollywood wird die 26-Jährige als neue feministische Ikone gefeiert. Keine Grenzen, keine Scham. Ist das wirklich die neue Frauenbewegung?

"Ich finde, die Serie ist zu sehr auf Sex fokussiert", sagte Schauspielerin Lily Tomlin der "Vanity Fair". Nach Ansicht der selbsterklärten Feministin sollten mehr Themen behandelt werden. "Aber die Sexualität sorgt für die vielen Zuschauer - ich denke, darunter sind viele junge Mädchen, die darüber rätseln, was sie wie tun und lassen sollen." Einer der negativen Aspekte des Feminismus sei die Tatsache, dass Frauen heute leichter zu haben seien. "Als Feministin will ich nicht, dass diese Mädchen ausgenutzt werden", sagte Tomlin.

Deutlich positiver bewertet eine andere Feministin die TV-Serie. "Ich bin so erleichtert, echte Menschen zu sehen, zitiert die "Huffington Post" Gloria Steinem. "Echte Menschen, die echte Wörter benutzen und echte Kleidung tragen." Oder eben keine.

Auf Twitter outete sich auch Schauspielerin Mia Farrow ("Rosemaries Baby") als "Girls"-Fan: "Selbst wenn Lena Dunham nicht schreiben oder Regie führen könnte, wäre sie noch immer eine der großartigsten Schauspielerinnen ihrer Generation. Eine weitere unvergessliche Folge von 'Girls'", twitterte sie. Kollegin Kyra Sedgwick ("The Closer") schrieb via Twitter, das Staffelfinale sei großartig gewesen, sie habe es "geliebt". Moderatorin Alison Rosen musste eigenen Angaben zufolge zugleich weinen und lachen.

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insgesamt 24 Beiträge
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1. Frau Tomlin,
gg63 19.03.2013
wie ist den das zu verstehen, klären sie mich auf. Zitat: Einer der negativen Aspekte des Feminismus sei die Tatsache, dass Frauen heute leichter zu haben seien " Zitat Ende.
2. merkwürdig
pariah_aflame 19.03.2013
das ist eine serie, reine unterhaltung ... warum müssen feministinnen dazu ihr urteil abgeben? weil frauen mitspielen? und warum sagen dann die grünen nix, wenn all diese frauen auto fahren ...? blödsinniger artikel.
3. immer noch gegen die mainstram-culture-prüderie in den USA
drhwenk 19.03.2013
wenn der christliche fundamentalismus in den USA immer noch so eine große rolle spielt, romney war auch einer, die bushs ebenso, muss die "wand" sexuelle prüderie eben immer noch "geschliffen" werden. das niedrighalten aller debatten fängt da an. selbstbestimmte sexualität ist eine einzuübende reale tugend der freiheit, realöe bestiuuummungsmacht ziemlich ditrekt am bedürfnis. diese schnurgerden gedanken sollte frau sich nicht wegängstigen lassen. ihren spass kan man ihr schlecht klauen. die produzentin spartsicvh intelligenterweiswe alle debatten mit de hsuptdarstellerin oder deren agenten unddie 2´3,5 milliinern zeigen mit USA tzeichen. es stiummt. selbstimmte sexulität ist forschritt in den usa.
4. hm...
Meckermann 19.03.2013
Zitat von gg63wie ist den das zu verstehen, klären sie mich auf. Zitat: Einer der negativen Aspekte des Feminismus sei die Tatsache, dass Frauen heute leichter zu haben seien " Zitat Ende.
Verstehe auch nicht, was daran negativ sein soll...
5. Kaum zu verstehen
karl-der-gaul 19.03.2013
wo die USA so ein verknuepftes sexuales land sein soll kommen immer wieder sexuale shows ueber ihre fernseprogramme. Und D kann nicht genug davon haben. Koennte es sein das die Amis freier mit sexualitaet sind als Deutsche?
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