Kritik von Brasiliens Landwirtschaftsministerin Bündchens Konter

Brasiliens neue Umweltministerin nannte Gisele Bündchen "eine schlechte Brasilianerin". Diese Kritik will das Model nicht auf sich sitzen lassen.

Gisele Bündchen (Archiv)
DPA

Gisele Bündchen (Archiv)


Im Streit mit Brasiliens neuer Landwirtschaftsministerin Tereza Cristina hat Gisele Bündchen ihre Arbeit als Umweltaktivistin verteidigt. "Es überrascht mich, meinen Namen negativ erwähnt zu sehen, weil ich mich für die Umwelt einsetze", schrieb das brasilianische Model auf Twitter.

Die 38-Jährige reagierte damit auf Kritik Cristinas, die in der neuen brasilianischen Regierung des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro als besonders umstritten gilt. Sie hatte Bündchen "eine schlechte Brasilianerin" genannt und gesagt, das Model schade dem Image des Landes. "Tut mir leid, Gisele Bündchen, du solltest unsere Botschafterin sein, um zu sagen, wie dein Land die Umwelt schützt (...). Komm nicht hierher, um schlechte Dinge über Brasilien ohne Kenntnis der Fakten zu sagen."

Bündchen, die in den USA lebt, verwies am Mittwoch auf langjährige Erfahrung in Umweltfragen: "Seit 2006 unterstütze ich Projekte und engagiere mich für gesellschaftlich-ökologische Zwecke." Sie deutete an, mit Brasilien für die Umwelt zusammenarbeiten zu wollen. Bündchen setzt sich seit Jahren für den Umweltschutz ein, unter anderem als Uno-Sonderbotschafterin für Naturschutz.

Fotostrecke

13  Bilder
Gisele Bündchen: "Gebt mir eine Schleppe"

Umweltaktivisten sind besorgt, dass die engen Verbindungen Bolsonaros zur Agrarlobby ein Rückschlag für den Umweltschutz in Brasilien bedeuten könnten. Ministerin Cristina ist eine Vertreterin der Agrarwirtschaft. Kritiker befürchten eine beschleunigte Abholzung des Regenwaldes am Amazonas, um neue Anbau- und Weideflächen für die Landwirtschaft zu schaffen.

Schon 2017 hatte sich Bündchen in die Umweltpolitik ihres Heimatlandes eingemischt. Sie warf beispielsweise der damaligen Regierung vor, den Amazonas an die Privatwirtschaft "zu versteigern".

wit/AFP

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.