Nicole Kidman bei Gotham Awards "Manchmal vermitteln diese Preise den Eindruck, jetzt sei es vorbei"

Nicole Kidman, Reese Witherspoon, Sofia Coppola oder Robert Pattinson - bei der Verleihung der Gotham Awards in New York traf sich die Filmprominenz. Die meisten Preise räumte ein Grusel-Thriller ab.

DPA

Der Grusel-Thriller "Get Out" ist bei der Verleihung der Gotham Awards mit drei Preisen ausgezeichnet worden. Die Horrorkomödie des Komikers, Autors und Regisseurs Jordan Peele bekam die Preise für Regie, Drehbuch und als Publikumsfavorit.

"Als ich anfing, das Drehbuch zu schreiben, wollte ich einen Film machen, der der beste Film wird, den ich je gesehen habe", sagte Peele bei der Gala. "Ich wusste nicht, dass ich ihn überhaupt jemals machen kann."

Die Gotham Awards werden seit 1991 für Independent-Filme verliehen. Sie gelten als Auftakt der Trophäensaison, die im März mit der Oscar-Verleihung endet, und werden von einer kleinen Gruppe von Film-Kuratoren und Kritikern bestimmt. Bei der diesjährigen Gala bekamen mehrere Stars Sonderpreise für ihr Lebenswerk, darunter Dustin Hoffmann, Jason Blum, Sofia Coppola und Nicole Kidman.

"Ich hoffe, der Preis bedeutet nicht, dass es von nun an bergab geht", sagte die 50-jährige Schauspielerin mit Blick auf ihr Alter. "Ich habe das Gefühl, dass ich gerade erst angefangen habe", sagte sie. "Manchmal vermitteln diese Preise den Eindruck, jetzt sei es vorbei. Aber ich hoffe, dass ich zumindest noch in der Mitte bin."

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Gotham Awards: Schaulaufen der Stars

Kidman bekam den Preis von Schauspielkollegin Reese Witherspoon überreicht, die barfuß auf die Bühne gekommen war und einen Wunsch für die Gala hatte: "Werdet etwas wilder." Ein Sonderpreis ging auch an den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore. Er erhielt eine Auszeichnung für seinen Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit".

James Franco als bester Schauspieler geehrt

"Get Out" war auch als "Bester Film" nominiert gewesen, doch der Hauptpreis ging an das Liebesdrama "Call Me by Your Name. Der Film des Italieners Luca Guadagnino brachte zugleich dem US-Schauspieler Timothée Chalamet den Preis als bester Nachwuchsdarsteller ein.

James Franco holte mit seiner Hauptrolle in der Tragikomödie "The Disaster Artist" die Auszeichnung als bester Schauspieler. "Ich dachte zuerst, in diesem Film ging es darum, wie man den besten, schlimmsten Film macht, der je gemacht wurde", sagte er laut einem Bericht des Magazins "Variety". "Aber eigentlich es geht um einen Künstler mit einem Traum." Franco führte bei dem Film auch Regie.

Die irisch-amerikanische Schauspielerin Saoirse Ronan wurde für ihre Rolle als rebellische Schülerin in "Lady Bird" zur besten Schauspielerin gekürt. Als die 23-Jährige die Trophäe entgegennahm, stöhnte sie: "Ist ganz schön schwer." Ronan widmete den Preis ihrer Mutter und der Regisseurin Greta Gerwig.

fok/dpa/AP

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