Nach Prügelattacke Grace Mugabe will Opfer gewesen sein

Grace Mugabe soll angeblich ein Model mit einem Verlängerungskabel verprügelt haben. Nun äußerte sich die First Lady Simbabwes zu dem Vorfall - und präsentiert eine neue Version.

Robert und Grace Mugabe (Archiv)
REUTERS / Philimon Bulawayo

Robert und Grace Mugabe (Archiv)


Nach einem Skandal um Grace Mugabes Prügelattacke in Südafrika hat sich Simbabwes Präsidentengattin als Opfer dargestellt. Mugabe habe das südafrikanische Model, das sich mit ihren Söhnen in einem Hotelzimmer aufgehalten habe, nicht angegriffen, hieß es in einem vom simbabwischen Außenministerium verbreiteten Schreiben.

Stattdessen sei die junge Frau betrunken mit einem Messer auf die 52-jährige First Lady zugegangen. Der vom 17. August in Johannesburg datierte Brief wurde nach eigenen Angaben vom simbabwischen Konsulat im Namen von Grace Mugabe verfasst und einem Gericht in Südafrika vorgelegt.

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Grace Mugabe: Gar nicht First-Lady-like

Der Vorfall Anfang August löste einen Mini-Eklat zwischen den beiden Ländern aus: Medienberichten zufolge soll Mugabe die Südafrikanerin, die sie in der Hotelsuite angetroffen haben soll, ohne Vorwarnung mit einem Verlängerungskabel verprügelt haben. Beim Opfer soll es sich um die 20-jährige Gabriella Engels handeln. Sie erstattete Anzeige gegen Grace Mugabe.

Mugabe soll der jungen Frau vorwerfen, mit ihren Söhnen Robert und Chatunga, die in Johannesburg leben, ausgegangen zu sein und mit ihnen gefeiert zu haben.

Mugabe berief sich nach dem Vorfall auf diplomatische Immunität, obwohl sie in Südafrika privat eine Verletzung behandeln lassen wollte. Trotz laufender Ermittlungen wegen Körperverletzung und Ausreiseverweigerung kehrte sie daraufhin in ihr Heimatland zurück.

Grace Mugabe gilt als mögliche Nachfolgerin ihres 93-jährigen Mannes Robert Mugabe, der seit 1987 Präsident ist.

kry/dpa



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