Von Taylor Swift bis Kanye West Die besten Momente bei den Grammys

Das Gesicht von Jay-Z, als Kanye West Richtung Bühne stürmte? Was dachte Pharrell Williams, als Taylor Swift vor ihm herumtanzte? Und warum braucht Iggy Azalea eine neue Handynummer? Die besten Geschichten von den Grammys.

AFP

Los Angeles - Die Grammys waren allgemein eine eher düstere Veranstaltung. Umso wohltuender die Geschehnisse, die abseits des Bühnenprogramms zu beobachten waren. Die besten Momente im Überblick.

Peinlich tanzen I

Wenn die Amerikaner jemanden entdecken, der nicht ihrem hippen jungen Bild von sich selbst entspricht, dann werden sie gerne familiär. Dann ist beispielsweise davon die Rede, dass Präsident Barack Obama "mom jeans" trägt - die ultimative Schelte, dass jemand unmodern und unmännlich aussieht. Als nun Paul McCartney in einem friedfertigen Moment seine Kollegen des britischen Electric Light Orchestra beklatschte und dazu tanzte, zoomten die Kameras und Smartphones ob so viel authentischer Regung im sonst eher gleichmütigen Publikum direkt auf den Beatle. Als dieser, völlig lost in music, das Interesse an seiner Person realisierte, duckte er sich peinlich berührt weg. Zu spät, schon waren sie da, die Schlagzeilen, die McCartney peinliches "dad dancing" und Taylor-Swift-Gehabe (siehe Punkt II) vorwarfen.

Peinlich tanzen II

Taylor Swift bemühte sich in letzter Zeit nicht nur, das Country-Sternchen-Image abzulegen, sondern kommunizierte der Welt (vor allem über Instagram), dass sie so ziemlich mit jeder coolen Sau auf diesem Planeten (Lena Dunham! Den Haim-Schwestern!) befreundet ist. Während der Grammys feierte die 25-Jährige ihre eigene Party, inklusive Tanzeinlage, was durchaus zu ihrem bekloppt-charmanten Standardrepertoire gehört. Kritisch wurde das vor allem von Pharrell Williams beäugt, der zunächst mit steinerner Mine verfolgte, wie Swift "König der Löwen"-gleich die Arme hochriss. Schließlich huschte dennoch der Anflug eines Lächelns über sein Gesicht. Oder wie "Hitfix" treffend bemerkte: "Pharell versuchte, von Talyor Swifts Getanze genervt zu sein - klappte nicht."

Iggy Azalea braucht eine neue Handynummer

Die australische Rapperin musste an diesem Abend gleich mehrere herbe Enttäuschungen hinnehmen. Trotz vier Nominierungen ging die 24-Jährige leer aus. (Lesen Sie hier, wer die Trophäen mit nach Hause nehmen durfte.) Ihren Ärger ließ die Sängerin später an einem Pizza-Lieferservice aus. Einer der Fahrer habe ihre persönliche Telefonnummer seinen Kumpels weitergegeben, sie bekomme nun dauernd Nachrichten von Unbekannten.

Für die Darstellung wird Javascript benötigt.

Die Kette Papa John's Pizza bemühte sich eilig um Schadensbegrenzung, aber Azalea war on fire. Es folgte eine Welle von Beschimpfungen auf Twitter, die in der in Starkreisen wohl obligatorischen Androhung einer Strafanzeige gipfelte.

Kanye West über Kanye West: "Ich kämpfe für die Kreativität"

An dieser Stelle wurde kurz diskutiert, ob man Kanye West und seinem Schulbuben-Missgunst-beim-ersten-Mal-war's-lustig-Unsinn noch einmal Raum geben sollte. Aber erstens möchten wir noch seine durchaus sinnige Erklärung, warum er Becks Dankesrede crashte, widergeben: "Beck muss Kunst respektieren, er sollte seinen Award Beyoncé geben." Und: "Ich bin hier, um für Kreativität zu kämpfen." Und: "Ihr respektiert die Inspiration nicht."

Und zweitens müssen wir noch den Schock im Gesicht von Jay-Z zeigen, der sich nach einigen Schrecksekunden fängt. The show must go on.

Beck nahm's übrigens mit der Gelassenheit eines Gewinners. "Man kann's nicht jedem recht machen", sagte er bei einer After-Show-Party.

Weil's so schön war, hier ein Schnappschuss des Vorfalls von 2009.

"Imma let you finish, but": Würdeloser Moment mit West und Swift
REUTERS

"Imma let you finish, but": Würdeloser Moment mit West und Swift

Last, but not least: der beste Kostümwechsel

Pharrell Williams und Ehefrau Helen Lasichanh ganz lässig bei der Ankunft
Getty Images

Pharrell Williams und Ehefrau Helen Lasichanh ganz lässig bei der Ankunft

Pharrell Williams kam in Begleitung seiner sportlichen Frau in einem ebenfalls lässigen Outfit in Weiß...

Pharrell Williams performt später in Liftboykostüm "Happy"
AFP

Pharrell Williams performt später in Liftboykostüm "Happy"

...und wechselte später in ein Kostüm, das viele an einen Oscar-nominierten Wes-Anderson-Film erinnerte.

Für die Darstellung wird Javascript benötigt.

gam

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Dr.Esel 09.02.2015
1. Schlimme Veranstaltung
Diesen Müll braucht kein Mensch... Ok, "Happy" ist Ok, aber das kann in Kürze auch keiner mehr hören. Der Begriff "Musikindustrie" sagt schon alles...
bucketfor99 09.02.2015
2. Ac/dc
hat der Schreiberling offenbar nicht mitbekommen. Macht aber nichts, sie tönten wie eine schlechte Cover Band ihrer selbst.
seniorfd 09.02.2015
3. Inspiration
der arrogante völlig überbewertete Kanye- w meint die Menschen würden Inspiration nicht respektieren?Kein Mensch respektiert diese lächerliche Musikindustrie!Ich warte noch auf den ersten Grammy für Paris Hilton als bester DJ der Welt:-)Diese ganzen satten Stars,versteh die Leute nicht die so einen Schrott feiern und kaufen. Das alles hat mit Kunst und Inspiration nichts zu tun sondern nur mit Geld,Geld und noch mal Geld!Einfach Lächerlich!
paulroberts 09.02.2015
4. naja
Zitat von Dr.EselDiesen Müll braucht kein Mensch... Ok, "Happy" ist Ok, aber das kann in Kürze auch keiner mehr hören. Der Begriff "Musikindustrie" sagt schon alles...
wir haben auch eine lebensmittel- oder gesundheitsindustrie. auch dort geht es wie in der musikindustrie nicht um inhalte, sondern um profit.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.