Wegen eines Schlaglochs Vater von Heidi Klum verklagt Bergisch Gladbach

Günther Klum verlangt 741,94 Euro Schadensersatz von seiner Heimatstadt Bergisch Gladbach - weil er mit seinem Wagen in ein Schlagloch gefahren ist. Das Gericht macht dem Vater von Top-Model Heidi Klum allerdings wenig Hoffnung.

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Günther Klum ist nicht nur Vater von Top-Model Heidi Klum, sondern auch Fahrer einer Luxuslimousine. Und weil bei dem Wagen mehrere Hundert Euro Reparaturkosten angefallen sind, nachdem Klum durch in ein Schlagloch gefahren war, verklagt er nun seine Heimatstadt Bergisch Gladbach.

Eine Sprecherin des Kölner Landgerichts bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Demzufolge fordert Klum nach einem Unfall exakt 741,94 Euro Schadensersatz. Klum sei im Juni 2015 mit seinem Wagen in ein zehn Zentimeter tiefes Schlagloch gefahren, heißt es. Dabei sei ihm unter anderem ein Reifen kaputtgegangen. Die Reparaturkosten wolle er nun von der Stadt zurückhaben.

Der Gerichtstermin am Dienstag war dem Bericht zufolge allerdings schon nach wenigen Minuten wieder vorbei. Das Gericht habe Klum erklärt, dass bei einem asphaltierten Feldweg eine Kontrolle alle drei Monate ausreiche - und dass "man eben aufpassen" müsse. Ein Urteil wird Mitte Februar erwartet.

"Mir geht es nicht um das Geld für den kaputten Reifen und die verzogene Spur. Aber stellen Sie sich bitte vor, nicht ich wäre mit meinem großen Audi A8 und ganz langsam dort hineingeraten, sondern ein ungeübter, junger Motorradfahrer in vollem Tempo", zitiert die "Bild"-Zeitung Klum. Die Stadt müsse für sichere Straßen Sorge tragen. "Wenn wir verlieren sollten, gehe ich in Berufung."

wit/dpa

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insgesamt 32 Beiträge
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thomasgermany2001 27.01.2016
1.
Wenn ich es recht in Erinnerung habe wurden bereits Städte und Gemeinden per richterlichen Beschluss zur Übernahme sogearteter Schäden verurteilt. Aus dem Text entnehme ich, dass der negative Bescheid sich an einer Überprüfung alle 3 Monate festmacht, welche offenbar stattgefunden haben sollen. Ich frage mich nur wie ein 10cm tiefes Schlagloch auf Asphalt, welches auch noch so groß ist, dass der Wagen derart beschädigt werden konnte innerhalb von 3 Monaten entstanden sein kann?
felisconcolor 27.01.2016
2. Auch
wenn Herr Klum hier junge Motorradfahrer wohl eher als Instrument gebraucht, ist es schon wichig das Strassen für alle in einem gefahrlos befahrbaren Zustand gehalten werden. Gerade wenn ich mit meinem Motorrad unterwegs bin fällt mir auch des absolut desolate Zustand vieler Strassen auf. Und vielleicht ist es tatsächlich mal an der Zeit das jemand dieses durch die Gerichte boxt damit sich was tut. Ich gehe mittlerweile gegen diese Unsitte alles mit Split flicken zu wollen vor. Das fängt mit falscher oder fehlender Beschilderung an und lässt sich bis zur nachträglichen Reinigung der Strasse fortsetzen. Unsere Kommunen brauchen halt unsere Hilfe bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Gewähren wir ihnen doch diese Hilfe. ;-)
Harald Schmitt 27.01.2016
3. Richtig so
10m Schlaglöcher entstehen nicht über Nacht und heutzutage kann man ja auch eine Meldestelle einrichten, wo besorgte bürger gefährliche Schlaglöcher melden können. Gabriel will 600Mrd. Euro für neue Projekte ausgeben, die schwarze Null hat 12Mrd. Überschuß aber man schafft es nicht mal die vorhandene Infrastruktur halbwegs in Stand zu halten! Jeden Manager würde man für diese miesen leistungen feuern aber wir müssen solche Typen 4 jahre dulden. Was ist das für eine Demokratie, wenn wir solche Politiker wählen müssen, die aber nicht das machen was sie verspochen haben?!
globalundnichtanders 27.01.2016
4. Braucht Familie Klum Aufmerksamkeit?
Oder meint er das wirklich ernst?
christophnz 27.01.2016
5. Voelliger Unsinn
Die Stadtverwaltung kann nicht staendig jede Strasse und jeden Weg kontrollieren. Wenn aber eine Gefahrenstelle der Verwaltung zur Kenntnis gebracht wurde und diese dann nicht etwas in einem realistischen Zeitrahmen unternimmt um diese zu beseitigen, kann eine Haftungssituation entstehen. Keine Nachlaessigkeit, kein Verschulden, keine Haftung, easy as.
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