Peruanischer Nationalspieler Guerrero-Witz ruft Drogenfahnder auf den Plan

Paolo Guerrero ist 28 Jahre alt, benimmt sich manchmal aber wie ein kleines Kind: Nach einem Länderspiel in Costa Rica hetzte der ehemalige Bundesliga-Stürmer einem Mannschaftskollegen die Drogenfahndung auf den Hals. Dieser verpasste so den Rückflug nach Peru.

Peruanischer Nationalspieler Guerrero: "Leider hat die Polizei diesen Witz ernstgenommen"
AP

Peruanischer Nationalspieler Guerrero: "Leider hat die Polizei diesen Witz ernstgenommen"


Lima - Ein Streich des ehemaligen Bundesliga-Profis Paolo Guerrero hat am Flughafen San José die Drogenfahndung Costa Ricas alarmiert. Der frühere Angreifer des Hamburger SV kam gemeinsam mit seinem Teamkollegen in der peruanischen Fußball-Nationalmannschaft, John "Tyson" Galliquio, auf die Idee, das Zollpersonal narren zu wollen. Ausgerechnet während der Rückreise vom Länderspiel in Costa Rica (1:0).

"Ich hatte den Beamten gesagt, dass Galliquio Drogen transportiert. Er hat das Spielchen mitgemacht", zitierten peruanischen Medien Guerrero. "Ich hätte nicht gedacht, dass die Polizei diesen Witz ernst nimmt", sagte der 28-Jährige der Zeitung "El Comercio".

Die Behörden in Costa Rica aktivierten das in diesem Fall übliche Vorgehen im Kampf gegen Drogenschmuggler, und Galliquio durfte die Rückreise mit der Nationalmannschaft nicht antreten. Der Abwehrspieler musste sich einer mehrstündigen Befragung der Drogenfahndung stellen. "Ich habe meine Lektion gelernt", sagte Galliquio, als er mit großer Verspätung in Lima eintraf.

Für Paolo Guerrero folgte die Strafe auf dem Fuß: Bei der Ankunft auf dem Flughafen in Lima verließ der Bus der peruanischen Nationalmannschaft das Gelände versehentlich ohne den Stürmer des brasilianischen Traditionsvereins Corinthians.

wit/sid

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